Über den Wolken ...

Keine eine Flugstunde von hier, im Herzen Europas tobt die düstere Seite unserer Vergangenheit,von der keiner mehr glaubte es könne je wieder sein. Keine eine Flugstunde von hier werden Frauen, Kinder und Zivilisten in Massengräber getrieben, ermordet, vergewaltigt und vertrieben. Keine eine Flugstunde von hier wurden mindestens 200 000 Menschen,- Greise, Frauen, Kinder- vertrieben und heimatlos gemacht. Keine eine Flugstunde von hier hat man nicht dagegen demonstriert und dagegen protestiert- wo war die Friedensbewegung.

Gemeint sind diesmal nicht die Kosovo-Albaner 1999, denen dasselbe Schicksal wiederfuhr.

Gemeint hier sind die mindestens 200 000 serbischen Zivilisten 1995, die im Rahmen der sog. Kraijna-Offensive ("Operation Lightning Storm" ) unter gnadenlosen Gemetzel kroatischer Milizen unter dem Befehl des Kriegsverbrechers Tudjman vertrieben wurden. Der Unterschied: Es dauerte nur eine Woche, es war viel brutaler- UND/ABER: Es wurde vom deutschen Waffenbruder und NATO- Dienstleichenbetrieb Kroatien durchgeführt.

Die Opfer waren Serben. Da Milosevic = Serben, ging ihr Vertreibungs- und Todesurteil aus deutscher, wie auch aus NATO-Sicht damit okay!!

Europa schwieg?! Nicht ganz. Die NATO schwieg? Schon gar nicht! Sie initiierte den "Holocaust"- um mal einen Scharping zu zitieren. Denn wir reden hier von Vertriebenen serbischen Zivilisten: 200 000 an der Zahl.

Doch der Unterschied ist eben: Serben. Keine kroatischen Waffenbrüder Deutschlands, denn diese erledigten die Dienstserviceleistung. Die Vertreiber und Kriegsverbrecher waren von NATO, USA und Deutschland bezahlt über die Military Professional Resources Inc., eine Söldnerfirma, der hochrangigfe ehemalige Geheimdienstler und Generäle der USA angehören,organisisert worden-- ein Subunternehmen, das von der NATO beauftragt wurde, um die Krajina von 200 000 serbischen Greisen, Frauen und Kindern ethnisch zu säubern und unter anderem auch in München aktiv ist.. Die Waffen wurden über einen bekannten BND/CIA-Zulieferer namens Ernst Werner Glatt im süddeutschen Raum abgewickelt.

200 000 vertriebene Krajinaserben waren deswegen niemals Thema der deutschen Berichterstattung, sondern Thema waren nur deutsche Touristen, denen ihr Adriaurlaub durch ein paar Böller, die lautmäßig rüberschallten und Reiseversicherungsfragen samt FOCUS-.Tourist- Service-TV.

Was ansonsten vonstatten ging, da gab es keinerlei medienmäßige Empörung, noch eine Bundesregierung, die dasselbe Vertreibungsschicksal der Kosovoalbaner mit folgenden Aufmachern polarisiert hätte:: Vertiebene, Vertribene in KZs, in Massengräber zusammengeschossen, schwangere Frauen, denen die Bäuche aufgeschlitzt werden und deren Föten von kroatischen Milizen gegrillt werden. Das erzählt Kriegsminister Scharping heute über die serbischen Milizen, die die Vertreibungen betreiben, wie sie die kroatischen Milizen und die kroatische Armee an 200 000 Krajinaserben vollbrachte.

Wo bleibt der Kriegsverbrecherprozeß gegen den kroatischen Hitler und seine deutschen Ziehväter? Wo bleibt der Kriegsverbrecherprozeß gegen die BRD-Regierung und die NATO? Wer bombadiert ihre Zentren, auf daß die Krajinaserben wieder in ihr Heimatland zurückkehren können und legt der einseitigen NATO-Propaganda ihre Kriegspropagandasender flach? Niemand. Und warum? Nicht weil es um Gerechtigkeit und Vertreibung und Greuel geht, sondern, weil die NATO, Deutschland und die USA so stark sind. Weil Rußland und China nichts machen können, außer halt zu protestieren und als UNO- "Macht" vorgeführt zu werden.

Weil man sich die europäische Landkarte deswegen so zuschneiden kann, wie man will.

Deshalb gibt es die Forderung: Rückkehrrecht für Kosovo- Albaner. Und nicht: Rückkehrrecht für 200 000 vertreiben Krajinaserben!!!! Deswegen wird jetzt auch die CDU/CSU aktiv aktiv und fordert: Deutsche Minderheiten und Vertrieben = Kosovo-Vertreibene, ergo: Bei der nächsten EU-Osterweiterungsrunde kann das verhandlungsmäßig eingebracht werden-ansonsten marschiert OSZE und NATO!

Deng Daping


Streitblatt - webmaster@streitblatt.de - Letzte Änderung: 9. Januar 2000.