AK Imperialismus - 7.1.2000

Zahlungsbillanz ect.. “Die LZB Bayern ist im Rahmen der dezentralen Struktur der Deutschen Bundesbank die für Bayern zuständige Hauptverwaltung. Der Präsident der LZB, Dr. Franz-Christoph Zeitler, ist Mitglied des Zentralbankrats der Deutschen Bundesbank, der als oberstes Gremium die Geschäftspolitik bestimmt und die Auswirkungen der Geld- und Währungspolitik erörtert.

Die LZB sorgt im Freistaat über ihre 25 Zweiganstalten für einen intakten Bargeldkreislauf, betreibt Vertrieb, Markt- und Kurspflege bei öffentlichen Wertpapieren und erfüllt wichtige Aufgaben im Bereich der Aufsicht über Banken und Finanzdienstleister. Die bayerischen Banken haben über die LZB direkten Zugang zum Notenbankkredit und zu den Zahlungsverkehrsnetzen.” (Selbstdarstellung) - um diese Zwecke zu erfüllen, führen die Landeszentralbanken verschiedenste Billanzen, welche von der Bundesbank zusammengefasst werden und anhand derer sie bemessen kann, wie erfolgreich das nationale Kapital sich betätigte. Daraus werden dann die Wärungspolitischen Konsequenzen (Leitzinsen, Stützungskäufe, ect.) gezogen, die man für richtig hählt, um in der Konkurrenz mit anderen Staaten so gut wie möglich abzuschneiden. Dazu gibt es die Volkswirtschaftslehre.

Schwache vs. starke Währung. Eine starke Währung ist eine, die sich allgemeiner Anerkennung als brauchbares Zahlungsmittel zum Geschäftemachen erfreut. Die Wechselkursschwankungen unter starken Währungen bewegen sich meist nur in dem Bereich hinter dem Komma, wärend schwache Wärungen heftigere Schwankungen (meist Abwertungen) erleben. So sagt man vom Dollar, es sei eine Leitwährung, und meint damit, daß der Wert einer anderen Wärung sich real im Wechselkurs mit dem Dollar ausdrücken lässt. Wünschenswert ist für einen Staat immer eine starke Währung, die stets das Resultat einer gelungenen nationalen Kapitalakkumulation ist und sich auch großer Beliebtheit bei Leuten erfreut, die in dieser Wärung Geschäfte mit den Schwankungen der Wechselkurse anderer Wärungen machen.

Golddeckung der Wärungen. Die kap. Staaten horteten Anfangs noch Goldvorräte, deren Wert dem Gesammtwert des umlaufenden Staatsgeldes entsprach. Dadurch, daß die Kreditnachfrage die Größe des Wertes des Goldschatzes überstieg, wurde es jedoch notwendig, sich von diesem Dogma zu verabschieden. Das Kreditgeld wurde eingeführt, jedoch blieb bis 1971 noch ein fester Wechselkurs Geld/Gold, der ebenfalls aufgegeben wurde, nachdem mal jemand tatsächlich Gold für Geld wollte.

Spekulieren gegen eine Wärung. Schematisch funktioniert eine Spekulation gegen eine Wärung wie folgt.

i) Man kauft große Mengen dieser Wärung und Optionen darauf, für eine bestimmte Menge dieser Währung, eine bestimmte Menge der Währung, in der man sein Geschäft machen will, zu einem bestimmten Zeitpunkt zu tauschen.

ii) Die große Menge der Wärung, gegen die man spekuliert, zu einem niedrigen Preis verkaufen. -> zunächst Verlust und Kursverfall der Wärung.

iii) Einlösen der Optionen = Auszahlen lassen der Differenz, die sich aus der Differenz des jetztigen Wechselkurses und des in den Optionen vereinbarten ergibt. -> Gewinn.

Gelingt es der Staatsbank des Staates (oder auch in kooperation mit anderen Staaten, in deren Interesse das liegt), gegen dessen Wärung derweise spekuliert wird, soviel von der eigenen Wärung aufzukaufen (ii), daß dadurch ein Kursverfall verhindert wird, hat man sich verspekuliert. (sg)


Streitblatt - webmaster@streitblatt.de - Letzte Änderung: 11. Maerz 2000.