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Theorie & Praxis

Zeitgeschehen

Wahldesaster in Frankreich: Mai 2002
Was stört deutsche Demokraten eingentlich an Le Pen?
Der Wahlausgang ist keine innenpolitische Angelegenheit Frankreichs, sondern wird zum Gegenstand deutsch-europäischer Beaufsichtigung. Frankreich ist kein europäischer Juniorpartner vom Kaliber Österreichs, dem man im Namen des Antifaschismus seine Vasallenrolle in Europa deutlich machen kann. Wie damals marschiert die Linke und die Rechte Hand in Hand und begutachtet, ob Frankreich ›richtig‹, also Europatauglich wählt. Umso mehr politisches Kapital die BRD in Europa investiert, desto mehr wird jedes nationale Wahlergebnis nach potentiellen Störenfrieden abgeklopft. Frankreich freilich ist nicht irgendein europäischer Staat, weshalb es gilt, trotz falscher Stimmabgabe nicht allzu barsch zu sein, sondern gütig: »Ich habe nicht den geringsten Zweifel an der demokratischen Reife des französischen Volkes« (Gerhard Schröder, Bundeskanzler der BRD). Wie erfreulich, das von berufener Seite zu erfahren.
Volk, Nation & die Welt Mai 2002
Fragmente zum Zusammenhang von Antiimperialismus, Antizionismus und Antisemitismus.
Antisemitismus ist nicht Manipulationsinstrument imperialistischer Elemente des Finanzkapitals. Antisemitismus ist weder der Hass aufs Abstrakte, noch die Kritik der Zirkulation, auch wenn beides sich unter den Elementen des Antisemitismus findet. Der Antisemitismus ist die nationalistische Kritik am Kapitalismus, die Kritik vom Standpunkt des Volkes, die das kritisierte immer schon voraussetzt. Wenn die antisemitische Kritik die Identifikation der Schuldigen mit den Juden nicht ausspricht, nennt man das strukturellen Antisemitismus. Wenn sie der deutsche Staat dem Problem annimmt, wird daraus die Judenvernichtung.
[Der Text wird noch überarbeitet.]
Sicherheitskonferenz in München. 1.-3.2.2002 Mai 2002
Gedanken zu Aktion und Inhalt
Ein Augenzeugenbericht
Interpretative Erläuterungen zum Augenzeugenbericht
Notiz zum 8.Mai Mai 2002
Der 8.Mai war der Tag der bedingungslosen Kapitulation, der totalen militärischen Niederlage. Weil die Deutschen aber dieselben blieben, war der 8.Mai zugleich der Zeugungszeitpunkt der BRD. Der Deutsche kennt nur ein Verbrechen und darauf steht die Höchststrafe: undeutsches Handeln. Solches konnte nach 1945 keines ausgemacht werde – weswegen die Niederlage auch keine Konsequenzen zeitigte außer den Deutschland von außen aufgezwungenen.
Schluss mit lustig! Januar 2002
Nach den Terroranschlägen: Von der Spaßkultur zur neuen Ernsthaftigkeit.
Politik der Rache Januar 2002
Vom Missverständnis darüber, wie Weltpolitik funktioniert.
"Internationales Bündnis gegen den Terrorismus" Januar 2002
Imperialistische Staatenkonkurrenz und Weltordnungsansprüche werden um eine Dimension erweitert.
Wie in der Staatenwelt demonstriert wird Januar 2002
Das G8-Gipfeltreffen in Genua.
Gastbeitrag: Die Trennung des Islam von seinem Ismus Januar 2002
Legen die Moslems ihre Religion richtig aus?
Dokumentation: Diskussion um Kriegsdienst und Totalverweigerung Januar 2002
Erklärung der FDJ und Anmerkungen der Redaktion,
Erklärung der GEW-Hochschulgruppe (mit Anmerkungen der Redaktion).
Rede der Fachschaft Philosophie zur Ausstellungseröffnung der sudetendeutschen Landsmannschaft Mai 2001
Dabei gerät der Ausstellung so manches durcheinander. Da wird etwa behauptet, die Unabhängigkeitsbestrebungen der Sudetendeutschen seien von den Nazis missbraucht worden; als wären die Hänlein-Faschisten nicht von Anfang an Faschisten gewesen und hätten nicht von Anfang an den Anschluß der Sudetengebiete an ein faschistisches Deutschland gefordert und eben nicht irgendeine ominöse Unabhängigkeit. Genauso wie diese Leute heute an dieser Uni freilich nicht ein Autonomes Sudetenland fordern, sondern ein deutsches Sudetenland. Viele von ihnen haben vielleicht einmal ihren Landbesitz oder ihre Häuser und Fabriken – ihr Erbe – in der ehemaligen Tschecheslowakei verloren, und die wollen sie jetzt zurückhaben. Sie wollen ihre Ansprüche auf einen Teil der Beute geltend machen und berufen sich dafür auf ein Naturrecht. Ein Recht das stärker und wichtiger sein soll als alle Taten der Nazis und der verständliche Wunsch der Tschechen diese zu verjagen. Sie wollen sich nicht mit den historischen Tatsachen abfinden und fordern Revanche, sie sind Revanchisten, unverbesserliche Großdeutsche Kriegstreiber.
Faulheit - Flexibilisierung - Mitbestimmung April 2001
Über die Krise, das neue Betriebsverfassungsgesetz und die Zurichtung der Arbeiter und Arbeitslosen.
PDS und Grüne April 2001
Bewußtsein um Verantwortung fürs Vaterland
Bundeswehr und die Frauen April 2001
»Sind Forderungen, weil sie auch Ergebnis politisch inkorrekter Erwägungen sein können, automatisch falsch?«
EU-Armee mit deutscher Prägung Januar 2001
Europa schafft sich einen aussenpolitischen Arm.
Die institutionelle Reform der EU Januar 2001
Was es für einen Staatenbund bedeutet 'erweiterungsfähig' zu sein.
PDS: Alle lieben Deutschland Dezember 2000
Die PDS, das waren mal die Leute, die sich nach dem Anschluss der DDR in Großdeutschland nicht recht heimisch gefühlt hatten, DDR-Bürger, die unter ihrer Zweitklassigkeit litten und Westlinke, die nicht recht wussten, wie sie zum neuen deutschen Reich konstruktiv beitragen konnten. Alle fühlten sich recht ausgegrenzt. Das ist jetzt vorbei.
Gastbeitrag: Nazis morden... Dezember 2000
Seit Sommer diesen Jahres sind sie sich alle einig- SPD, Grüne, CDU/CSU, Arbeitgeberverband und Medien von FAZ bis TAZ: die „Gefahr von Rechts“ muss bekämpft werden. Gemeint ist damit freilich nicht der rassistische Normalzustand, der in deutsche Gesetze und Institutionen gegossen ist und der für Flüchtlinge und MigrantInnen tagtäglich eine existentielle Bedrohung darstellt. Gemeint ist die standortschädigende Strassengewalt von Stiefelnazis, für die es weniger klar ist als für Günther Beckstein, dass sich „auch der Ausländer, der morgen abgeschoben wird, heute auf unseren Strassen sicher fühlen muss“.
Anmerkungen ... Dezember 2000
... zu der Modifikation des Staatsprogramms gegen die Leute, die anderen Staaten unterworfen sind.
Die Schillerstiftung Dezember 2000
Die neue Solidarität mit linksnationalisitischen Verschwörungstheoretikern.
Staatlich verordneter Antifaschismus Dezember 2000
Die neuste Maßnahme zur ideellen Standortsicherung.
Zwei Reiche der neuen Mitte August 2000
Container-Chinesen und Zhu-Rongji bei Schröder
PDS - Die Partei eines neuen Deutschlands Juni 2000
Die PDS ist eine moderne Partei, die das gesellschaftliche Notwendige tun will und mit einer nostalgischen Basis zu kämpfen hat.
Globalisierung und Expo April 2000
Wenn der Kapitalismus zu weit geht: Die dieses Jahr stattfindende Expo soll als Symbol des Kapitalismus im Zeitalter der Globalisierung »angegriffen« und damit die Ideologie des Neoliberalismus »demaskiert« werden. Zwischen den verschiedenen Gruppen der Expo-Kritik mögen Unterschiede bestehen, gemeinsam ist ihnen allen das Problem, dass eben keine Kapitalismuskritik läuft, solange die Expo kritisiert wird.
Schröders Traum: Cajo ins Dollarland April 2000
Es ist noch nicht allzu lange her, da fühlte sich so mancher Deutsche von den Amerikanern böse in seiner nationalen Größe herabgesetzt, als diese dem deutsch-europäischen Kandidaten für den IWF-Chefposten die Kompetenz zwar nicht in geschäftlichen, wohl aber in politischen Dingen absprachen, und so seine Wahl verhinderten.
Gastbeitrag: Besetzte Uni von Mexico-City geräumt Februar 2000
Nach über 9 Monaten im Streik UNAM (Universidad Nacional Autonoma de Mexico), die größte Universität Lateinamerikas, von mehreren tausend Polizisten geraeumt.
Soldaten sind keine Mörder mehr Februar 2000
Heldentaten stellt man sich gemeinhin anders vor. Das Erschießen von zwei Betrunkenen in einem Lada, die gerade flüchten wollten, aus der sicheren Deckung eines Panzers heraus und mit 220, offenbar recht planlos abgefeuerten Schüssen, gehören nicht dazu.
Demokratie & Kapitalismus - der Nährboden für Faschismus Februar 2000
Diese faschistische FPÖ könne das demokratische Modell in höchstem Maße destabilisieren. Fragt sich eigentlich nur, WARUM die Faschisten das können sollen? Da zittern die morschen Knochen der Demokratie scheinbar vor dem letzten Gefecht.
Dokumentation: Erklärung des Münchener AStA Januar 2000
Zu den "Verhandlungen" zwischen Industrie und Zwangsarbeitern und deren Ergebnissen.
Jörg K. löscht seine Familie aus Juli 1999
Kapitalismus pur!

Politische Ökonomie

Faulheit - Flexibilisierung - Mitbestimmung April 2001
Über die Krise, das neue Betriebsverfassungsgesetz und die Zurichtung der Arbeiter und Arbeitslosen.
NASDAQ-Crash Januar 2001
Millionen Zukunftsrentner pleite!
Gastbeitrag: Inkonsistenzen und Ambivalenzen in Marx' Kritik der Politischen Ökonomie September 2000
Rezension von Michael Heinrich: Die Wissenschaft vom Wert - Die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie zwischen wissenschaftlicher Revolution und klassischer Tradition (überarbeitete und erweiterte Neuauflage 1999, Verlag Westfälisches Dampfboot).
Die moralische Nationalökonomie als Antwort auf neokolonialistische Einflußnahme und Ausbeutung September 2000
Die Tchad-Cameroun-Pipeline im Blickpunkt der Exilkritik.
Die Krise im funktionierenden Kapitalismus August 2000
Nicht erst seit dem MAI ist es beliebt, die Krisen im Kapitalismus, den Imperialismus, die Kriege, die Arbeitslosigkeit, der raffende Kapital oder das Manipulationswesen als »Problem« anzusehen und dann über die Exzesse oder Auswüchse der Marktwirtschaft zu jammern.
Zum Knappheitsdogma der Volkswirtschaftslehre und dem Volkskörper August 2000
Die Volkswirte nehmen das bürgerliche Individuum ernst. Erstens als Arbeiter, der ausreichend mit Knappheit versorgt sein muß (damit ihm einleuchtet warum sie zu bekämpfen ist, muß er sie als seine natürliche Veranlagung begreifen, wozu er am sichersten gelangt indem er sie täglich erfährt), zweitens als Volk (wenn der Arbeiter sich nicht auch als Deutscher denkt, leuchtet ihm nämlich nicht ein, daß seine Knappheit irgendwie durch Lohnarbeit beseitigt wird), das die Knappheit bekämpft.
Kurz & Co August 2000
Sieben Thesen zu Robert Kurz.
Der Arbeitstag Juni 2000
Protokoll zum Kapital, Kapitel 8.
Zum »Manifest gegen die Arbeit« Extra Mai 2000
Kurzkritik.
Warum müssen Mami und Papi arbeiten gehen? April 2000
Wer könnte wohl kompetenter sein, diese Frage zu beantworten als ein Nobelpreisträger; genauer: Reinhard Selten, Nobelpreis 1994 für Wirtschaftswissenschaft?
Schröders Traum: Cajo ins Dollarland April 2000
Es ist noch nicht allzu lange her, da fühlte sich so mancher Deutsche von den Amerikanern böse in seiner nationalen Größe herabgesetzt, als diese dem deutsch-europäischen Kandidaten für den IWF-Chefposten die Kompetenz zwar nicht in geschäftlichen, wohl aber in politischen Dingen absprachen, und so seine Wahl verhinderten.
Gastbeitrag: Das Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate April 2000
Zur Kritik von Joseph M. Gillman.
Kapital I: Die Ware Februar 2000
Eine Übersicht.
Gastbeitrag: Warenfetischismus November 1999
Thesen zur Diskussion über "Der Fetischcharakter der Ware und sein Geheimnis" (Kl, S. 85 if) vom 12.7.
Marx crash in Juli 1999
Das Gesetz der tendenziell fallenden Profitrate.

Bürgerlicher Staat

PDS und Grüne April 2001
Bewußtsein um Verantwortung fürs Vaterland
Gastbeitrag: Die KPD und das Ende der Weimarer Republik Januar 2001
Mit der Machteroberung durch Mussolini 1922 in Italien wurden die Kommunisten mit einem neuen Gegner konfrontiert. Zwar hatte auch schon Bismarck im Deutschen Reich die damals noch kommunistische SPD verboten und Sozialdemokraten als vaterlandslose Gesellen verfolgen lassen. Aber die italienischen Faschisten zogen im Kampf gegen unpatriotische Elemente und »Zersetzer der Volksgemeinschaft« ganz neue Register der schonungslosen staatlichen Gewalt.
PDS: Alle lieben Deutschland Dezember 2000
Die PDS, das waren mal die Leute, die sich nach dem Anschluss der DDR in Großdeutschland nicht recht heimisch gefühlt hatten, DDR-Bürger, die unter ihrer Zweitklassigkeit litten und Westlinke, die nicht recht wussten, wie sie zum neuen deutschen Reich konstruktiv beitragen konnten. Alle fühlten sich recht ausgegrenzt. Das ist jetzt vorbei.
PDS - Die Partei eines neuen Deutschlands Juni 2000
Die PDS ist eine moderne Partei, die das gesellschaftliche Notwendige tun will und mit einer nostalgischen Basis zu kämpfen hat.
»Das ist doch undemokratisch!« Mai 2000
Wie geht und was leistet demokratische Beschlussfassung?
Demokratie & Kapitalismus - der Nährboden für Faschismus Februar 2000
Diese faschistische FPÖ könne das demokratische Modell in höchstem Maße destabilisieren. Fragt sich eigentlich nur, WARUM die Faschisten das können sollen? Da zittern die morschen Knochen der Demokratie scheinbar vor dem letzten Gefecht.

Internationales

Wahldesaster in Frankreich: Mai 2002
Was stört deutsche Demokraten eingentlich an Le Pen?
Der Wahlausgang ist keine innenpolitische Angelegenheit Frankreichs, sondern wird zum Gegenstand deutsch-europäischer Beaufsichtigung. Frankreich ist kein europäischer Juniorpartner vom Kaliber Österreichs, dem man im Namen des Antifaschismus seine Vasallenrolle in Europa deutlich machen kann. Wie damals marschiert die Linke und die Rechte Hand in Hand und begutachtet, ob Frankreich ›richtig‹, also Europatauglich wählt. Umso mehr politisches Kapital die BRD in Europa investiert, desto mehr wird jedes nationale Wahlergebnis nach potentiellen Störenfrieden abgeklopft. Frankreich freilich ist nicht irgendein europäischer Staat, weshalb es gilt, trotz falscher Stimmabgabe nicht allzu barsch zu sein, sondern gütig: »Ich habe nicht den geringsten Zweifel an der demokratischen Reife des französischen Volkes« (Gerhard Schröder, Bundeskanzler der BRD). Wie erfreulich, das von berufener Seite zu erfahren.
Gastbeitrag: Israels Krieg gegen die Palästinenser Mai 2002
Jour-Fixe-Thesenpapier vom 16.4.02.
Volk, Nation & die Welt Mai 2002
Fragmente zum Zusammenhang von Antiimperialismus, Antizionismus und Antisemitismus.
Antisemitismus ist nicht Manipulationsinstrument imperialistischer Elemente des Finanzkapitals. Antisemitismus ist weder der Hass aufs Abstrakte, noch die Kritik der Zirkulation, auch wenn beides sich unter den Elementen des Antisemitismus findet. Der Antisemitismus ist die nationalistische Kritik am Kapitalismus, die Kritik vom Standpunkt des Volkes, die das kritisierte immer schon voraussetzt. Wenn die antisemitische Kritik die Identifikation der Schuldigen mit den Juden nicht ausspricht, nennt man das strukturellen Antisemitismus. Wenn sie der deutsche Staat dem Problem annimmt, wird daraus die Judenvernichtung.
[Der Text wird noch überarbeitet.]
Eritrea: Neue Grenzen am Horn von Afrika. Mai 2002
Seit November 1999 haben wir immermal wieder auf den äthio-eritreischen Grenzkrieg hingewiesen, der im Dezember 2000 schließlich zu einem Waffenstillstand führte. Inzwischen (am 15. April 2002, um genau zu sein) hat das einberufene und von beiden Staaten anerkannte internationale Schiedsgericht in Den Haag seine Entscheidung getroffen und öffentlich gemacht.
Politik der Rache Januar 2002
Vom Missverständnis darüber, wie Weltpolitik funktioniert.
Eritrea - die verlorene Revolution Januar 2002
Die Schlagworte der Zukunft werden Demokratie heißen, Menschenrechte und Marktwirtschaft, gepredigt von Regierungen, Parteien und Entwicklungsexperten der ersten Welt. Es wird zum Kampf gegen die Diktatur aufgerufen werden, damit man in Eritrea mit gutem Gewissen blühende Geschäfte mit billiger Arbeit und billigen Rohstoffen machen kann.
Aufräumen im Schatten des Anti-Terror-Bündnisses Januar 2002
Ein Nachwort zu Eritrea.
Drachen und Falken über Taiwan Januar 2002
Die VR China hat die Ostasienkrise - im Gegensatz zu Japan - vorerst sehr gut überstanden, wenngleich erhebliche Probleme für die innere Stabilität bleiben.
Mazedonien April 2001
Der rückständige Balkan, einst jugoslawisches Völkergefängnis, ist voller Gefahren auch für Europa. Balkanische Verhältnisse drohen auch hier hinter der schönen Kulisse der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP), wenn selbige es nicht zustande bringen sollte, ihre Ordnungshoheit auf dem Balkan zu implementieren. Als großer Mangel der europäischen Ordnungspolitik wurde erkannt, daß man beim Unterwerfen Jugoslawiens auf US-amerikanische Unterstützung angewiesen war.
Lernt Georg W. Bush vom Sudan? April 2001
Religiös motivierte Wohlfahrt: Ideal wäre, wenn die Geschäfte laufen und die Ärmsten bei fehlendem Sozialsystem noch werbewirksam abgefüttert werden können.
"Unser Marsch läßt die Reichen zittern" April 2001
Auf Zapatas Spuren sind sie aus Chiapas nach Mexiko-City gezogen. Wie Zapata wollen sie, so wird betont, keine politische Macht. Freilich, anders als der große Held, dem nachzueifern sie vorgeben, haben die Zapatisten von heute es gar nicht in der Hand, die politische Macht auszuüben oder nicht. Es ist kein Verzicht, der da ausgeübt wird, es ist eine Selbstinszenierung als postmoderne Guerilla, die nicht mehr den Umsturz vorhat, die nicht mehr die gute Gesellschaft bedroht, sondern die Hand in Hand mit den Idealisten der Zivilgesellschaft vorgeht, nur mit andren Mitteln, nämlich sich besinnend auf ihre Ursprünge im Kampf Robin Hoods für die Entrechteten. Der Kampf der EZLN und der Marsch der Zapatisten ist darum, da hat Präsident Fox schon recht, eine absolute Bereicherung für die Demokratie.
Peru April 2001
Perus ehemaliger Präsident Fujimori war nicht besonders angesehen in der gebildeten europäischen Öffentlichkeit; dafür hielt er sich zu wenig an die hierzulande geschätzten demokratischen Spielregeln.
Taliban April 2001
Wie die Sprengung von Statuen die ganze Welt entsetzt.
Wahlen in den USA Januar 2001
Es muss sich die amerikanische Demokratie nicht erst bei Wahlen als demokratisch bewähren, schließlich sind die USA die Aufsichtsmacht, von der die ganze Welt nach den Kriterien Demokratie & Menschenrechte begutachtet und bewertet wird. Daher ist auch nicht zu erwarten, dass unter formalen Mängeln, die Funktionsfähigkeit des amerikanischen Staates leiden wird. »Mag nach der amerikanischen Wahlnacht auch noch so lange gezählt und gerechnet werden, die Gefahr eines Staatsstreichs besteht nicht. Weder Militärs noch Zivilisten mit Sonnenbrillen stehen zum Eingreifen bereit.« (FAZ, 17.11.2000)
Schröder bei Putin Januar 2001
Russisches Tafelsilber zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit.
Bush und die US-Aussenpolitik Januar 2001
Bush wird die allgemeinen Rüstungsausgaben und auch das nationale Raketenprogramm hochfahren. Dies als allgemeiner Rahmen für die US- Engagements der Zukunft in welche sich Europa und Asien eingliedern sollen. Tun sie dies nicht, so wird dieses Programm trotz allem durchgezogen und bleibt der Zugzwang erhalten. Ebenso wie Clinton / Gore wird Bush dieses US-Engagement an einem allgemeinen Führungsanspruch aufmachen, aber eben unter konkreter Mindestangabe der nationalen Interessen. D.h. nicht universelle Menschenrechte als Prärogativ, sondern nationales Interesse wo nötig.
Neubewertung des deutschen Imperialismus in Sachen Türkei Januar 2001
Ein Ebru am Bosporus? Galt die Türkei bisher als nicht zu Europa gehörig, vor allem unter der Kohlregierung, so gibt es einige Bewegung unter der rot-grünen Bewegung, die der Türkei eine unter anderem eine EU-Mitgliedschaft in Aussicht stellten.
Das afrikapolitische Konzept der Bundesrepublik Deutschland im Kontext des Westens Januar 2001
Als Putzgruppenführer Josef Fischer vor wenigen Wochen von seinem Kurztrip zu den Berggorillas Rwandas zurückkehrte, gab er an, viel gelernt zu haben. Beim ‘Dialog’ mit den afrikanischen ‘Partnern’, wie man im Auswärtigen Amt und im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung so gerne betont? Die Grundsatzkonzepte der beiden Ministerien zeigen indes, daß die Aufgaben von Schüler und Lehrer hier, der Hierarchie der Staatenwelt entsprechend, klar verteilt sind.
Westliche Botschafter des Friedens - inflagranti verhaftet Januar 2001
NATO-Spoinage in der Ex-SU zwischen Osterweiterung, demokratischer Wühlarbeit und Militärspionage.
Unamerikanische Umtriebe in Amerika Januar 2001
Zu was man’s bringen kann, wenn man anständig, gottesfürchtig und fleißig ist, haben die US-Amerikaner bewiesen. Kein Wunder, dass sie sich dann auch als ideelle Gesamtamerikaner fühlen, als Vorbild sozusagen, dem das übrige Amerika (also das noch nicht ganz amerikanische Amerika) nachzueifern habe.
Allerdings gibt’s da ein paar Schönheitsfehler: unamerikanische Umtriebe also, die sich im Vorgarten nicht zeigen lassen und im Hinterhof für allerhand Unruhe sorgen. Nicht, dass da jemand etwas gegen Erfolg, Gott oder Fleiß hätte. Weit gefehlt. Aber mitunter geht’s etwas vorlaut zu: Schmuddelkinder eben.
EU-Armee mit deutscher Prägung Januar 2001
Europa schafft sich einen aussenpolitischen Arm.
Die institutionelle Reform der EU Januar 2001
Was es für einen Staatenbund bedeutet 'erweiterungsfähig' zu sein.
Was kann der Islamismus, was kann er nicht? Dezember 2000
Der Islamismus ist eine spät- oder postmoderne Bewegung die mit dem Angebot einer Refundamentalisierung auftritt, sich am iranischen Beispiel orientieren mag, selbst aber nicht auf feudale Strukturen, sondern auf säkulare Regierungsweisen folgt oder zu folgen versucht. Hierbei wurde und wird in der Regel hart gegengesteuert, doch läßt sich nicht verstecken, daß der Islamismus massive soziale Mißstände aufgreift und thematisiert, die zuvor eher stillgeschwiegen wurden.
Die Demokratie triumphiert Dezember 2000
Die samtene Revolution in Jugoslawien.
Die Neuordnung Südosteuropas Dezember 2000
Jugoslawien in der neuen Weltordnung. Die Feindschaft des Westens und besonders Deutschlands verdankt Jugoslawien seinem Versuch, selbst Ordnungsmacht auf dem Balkan zu sein. Groß war diese Macht real nie: Also nur ein schwacher Grund für einen Krieg? Keineswegs. Zum einen ist das Interesse von imperialistischen Staaten, überall auf der Welt die Ordnung nach ihrem Gutdünken gestalten zu können, ein recht essentielles und die Mittel fallen entsprechend maßlos aus. Zum anderen wurde mit Jugoslawien mehr als nur eine alternative Ordnungsmacht angegriffen, sondern gleichzeitig ein alternatives Ordnungsprinzip, das dem Prinzip widerspricht, mit dem Deutschland für in ganz Ost- und Südosteuropa für Ordnung sorgt. Jugoslawiens Ordnungsanspruch beruhte institutionell und ideologisch auf der Nation, der Anspruch des jetzt herrschenden Imperialismus auf dem Selbstbestimmungsrecht der Völker.
Israel Dezember 2000
Mit unterschiedlicher Heftigkeit gehen die Kämpf weiter, israelische Siedlungen werden beschlossen, palästinensische Kleinstädte wie Beit Dschalla werden beschossen, israelische Soldaten schießen mal scharf, mal mit Gummigeschossen und palästinensische Kinder werden von ihren Volksgenossen in die erste Reihe gestellt. Ein besonders guter Moslem verübt einen Selbstmordanschlag, der ihm großes Lob von Scheich Hassan Nasrallah einbringt: »Die wichtigsten Aktionen in der Auseinandersetzung sind Selbstmordattentate wegen ihrem negativen materiellen, psychologischen und moralischen Effekt auf den Gegner und ihrem positiven Effekt auf den heiligen Krieger.« (AP, 28.10.) Unterdessen nehmen die Koalitionsverhandlungen zwischen Barak und Scharon konkrete Formen an.
Elfenbeinküste Dezember 2000
Keiner dankt´s dem Weihnachtsmann! Die Elfenbeinküste hat Robert Guei ins Nichts zurückgeschickt
Wer ist wer an der Elfenbeinküste?
Katz und Mauss in Kolumbien September 2000
Wie überall auf der Welt werden auch im Falle Kolumbiens die Folgen der ökonomischen Verfasstheit und der ökonomischen Lage zu »Problemen«, die es zu meistern gelte – natürlich in Einklang mit eben diesen ökonomischen und imperialistischen Gegebenheiten. Die Probleme der Kolumbianer sind aber nicht Koka, Guerilla, Kriminalität und Drogenkrieg, sondern eine Ökonomie, die fast, aber noch nicht ganz kapitalistisch ausgefallen ist, der Klassenkampf, der vor allem von der herrschenden Oligarchie geführt wird, die Gesellschaft die es zu einer bürgerlichen Existenzweise noch nicht ganz gebracht hat und die imperialistische Betreuung, die das Land abbekommt.
Die moralische Nationalökonomie als Antwort auf neokolonialistische Einflußnahme und Ausbeutung September 2000
Die Tchad-Cameroun-Pipeline im Blickpunkt der Exilkritik.
Gastbeitrag: Oktoberrevolution - NEP - Sozialismus in einem Land August 2000
Von der Februar- zur Oktoberrevolution.
Zwei Reiche der neuen Mitte August 2000
Container-Chinesen und Zhu-Rongji bei Schröder
Rechtsstaatsdialog & Religionsdialog August 2000
Das Reich der neuen Mitte & der Weltethos: Wer Menschenrecht will, muss erst einmal Menschenpflicht vollbringen.
Julius Nyerere: Von der Pflicht füreinander zu arbeiten August 2000
»Yet we are still in danger of being attracted by the idea of 'wealth' as represented by all the consumer goods we see advertised in foreign magazines (and even Tanzanian ones), or in the films, etc. We are still in danger of accepting the idea that the greatest production of consumer goods is the criterion by which a nation, or an economic system, should be judged.« (Uhuru na Ujamaa. Introduction).
Biografische Notiz
Gastbeitrag: Stell dir vor, es ist Expo und keineR geht hin Juni 2000
In zahlreichen Ländern ist dieser Ansatz von Widerstand viel weiter entwickelt als in der BRD-Linken.
»Die Europäer haben dem äthiopischen Militär die Lebensmittel geliefert« Juni 2000
Interview mit dem Exil-Eriteer Fidel zu Krieg, Theorie und Flucht.
Gastbeitrag: Gibt es für den Krieg zwischen Eritrea und Äthiopien überhaupt Gründe (mit Kommentaren der Redaktion) Juni 2000
In bürgerlichen Medien gilt der Krieg zwischen Äthiopien und Eritrea gern als »sinnlos« wegen der nur geringen ökonomischen oder auch nur landwirtschaftlichen Bedeutung der umstrittenen Grenzgebiete. Wolbert Smidt sucht und findet trotzdem Gründe - und macht genau die gleichen Fehler. Mit dem Sinn von Kriegen, wie mit dem von inner- und zwischenstaatlicher Politik generell, ist es nämlich eine recht relative Sache.
Farmbesetzungen in Zimbabwe Mai 2000
Auf den Vorwurf eines schwarzen Rassismus', wie er hier explizit oder implizit auftaucht, sei entgegnet, daß 'weiß' und 'schwarz' erst dann ähnlichen Bedingungen unterliegen, wenn Weiße keine Privilegien aus der Kolonialzeit mehr für sich in Anspruch nehmen können, dann allerdings würde ich auch dafür eintreten, daß weiße zimbawische Staatsangehörige vor Diskriminierungen aufgrund ihrer Hautfarbe beschützt werden sollten.
Afrique - mon amour Mai 2000
Muammar Gadhafi spielt wieder mit.
Globalisierung und Expo April 2000
Wenn der Kapitalismus zu weit geht: Die dieses Jahr stattfindende Expo soll als Symbol des Kapitalismus im Zeitalter der Globalisierung »angegriffen« und damit die Ideologie des Neoliberalismus »demaskiert« werden. Zwischen den verschiedenen Gruppen der Expo-Kritik mögen Unterschiede bestehen, gemeinsam ist ihnen allen das Problem, dass eben keine Kapitalismuskritik läuft, solange die Expo kritisiert wird.
Gastbeitrag: Besetzte Uni von Mexico-City geräumt Februar 2000
Nach über 9 Monaten im Streik UNAM (Universidad Nacional Autonoma de Mexico), die größte Universität Lateinamerikas, von mehreren tausend Polizisten geraeumt.
Gastbeitrag: Jenseits von Soll und Haben von Peter Decker Februar 2000
Von wegen: ökonomischer Hintergrund des Balkankrieges.
Deutsche Massas auf Menschenrechtssafari - Blüm und Geissler im Sudan Januar 2000
Just zur Weihnachtszeit, als die CDU-Spendenaffäre weitere Niederungen erreichte, begaben sich Heiner Geißler und Norbert Blüm auf Wanderung durch die sudanesischen Nubaberge.
$777 trillon - Der Preis der Sklaverei Januar 2000
Angeregt durch den Kampf jüdischer Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter um Ausgleichszahlungen in Deutschland fordert die »African World Reparation and Repatriation Truth Commission«, eine NGO, nun symbolische $ 777 trillion von den Nachfolgern und Nutznießern der Sklaverei.
Vor einem Jahr ermordert - Norbert Zongo Januar 2000
Norbert Zongo war einer der bekanntesten Journalisten des Landes, bekannt für seine freche Kritik an Operettendemokratie, Korruption und Staatsverbrechen.
NATO: "Russen raus! - der Kaukasus wird wieder unser!" Januar 2000
Bei der Ausgestaltung eines Minirußland haben die Europäer und die USA unterschiedliche Vorgehensweißen und Tempi.
Krieg zwischen Äthiopien und Eritrea. Der Versuch einer Analyse. November 1999
Ziele der 'hidden agenda' sind der Sturz der eritreischen Regierung und Installation eines Marionettensystems sowie gewaltsamer Zugang zum Hafen Assab, wenn nicht gar Abtrennung dessen vom eritreischen Staatsgebiet, was die wirtschaftliche Überlebensfähigkeit Eritreas immens mindern würde. Ein Blick auf die Karte zeigt, daß die Ortschaft Adi Murug, die im Bada-Incident besetzt wurde, sich gut als Ausgangspunkt für eine Durchtrennung Eritreas in Richtung des Golfes von Tio eignet, daß die Fronten bei Zala Anbessa und Burie, direkte Durchgangswege zu den Städten Asmara und Assab bieten, was ein Zufall nicht sein kann.
Kampf um Eurasien. Bloody Part II. November 1999
Palmwedeln in der Mitte & Kampf an den Flanken: Schröders Afrikacorps in Ägypten & Rußlands Krieg in Tschetschenien.
Bodo auf dem Balkan Juli 1999
Ein Deutscher ordnet Südosteuropa.
Der Stamm als solcher Juli 1999
Das Aufbrennen des Siegels "Stamm" auf die Bevölkerung Afrikas unterdrückt verschiedene Identitätsebenen.
Der Kampf um Eurasien Juni 1999
Während noch über die Konditionen des Besatzungsstatus für den Kosovo zwischen NATO und Serbien gefeilscht wird, auch noch die Möglichkeit einer weiteren Eskalation nicht völlig ausgeschlossenen werden kann, so sollte man sich von der momentanen Friedenseuphorie nicht mitreißen lassen.
Die Problematik des gerechten Krieges und das Dilemma der Dekolonisation Juni 1999
Aus der Geschichte der Dekolonisation läßt sich lernen, daß Krieg nicht steuerbar ist, daß Krieg Kriegsgewinnler jeglicher Couleur produziert, daß hehre Gedanken der Humanität und wirtschaftlicher Egoismus im Krieg manchmal schlecht zu trennen sind. Versuchen wir also, mit diesen Erkenntnissen fertig zu werden.
Was tat Großopi im Kaukasus? Juni 1999
Was tat Großopi und Opi denn im Ersten und Zweiten Weltkrieg am Kaukasus, außer das positive Angebot deutschen Blitzkriegstourismus zu nutzen, wie da waren: romantisch-verklärte Sonnenaufgänge, Adventureexkursionen mit Kübelwagen und die Nataschas aus der Taiga. Dem Stoff also aus dem Landser- und Konsalikromane den Alptraum in märchenhafte Nostalgieträume transformieren.

Imperialismus und Weltpolitik

Politik der Rache Januar 2002
Vom Missverständnis darüber, wie Weltpolitik funktioniert.
"Internationales Bündnis gegen den Terrorismus" Januar 2002
Imperialistische Staatenkonkurrenz und Weltordnungsansprüche werden um eine Dimension erweitert.
Drachen und Falken über Taiwan Januar 2002
Die VR China hat die Ostasienkrise - im Gegensatz zu Japan - vorerst sehr gut überstanden, wenngleich erhebliche Probleme für die innere Stabilität bleiben.
Mazedonien April 2001
Der rückständige Balkan, einst jugoslawisches Völkergefängnis, ist voller Gefahren auch für Europa. Balkanische Verhältnisse drohen auch hier hinter der schönen Kulisse der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP), wenn selbige es nicht zustande bringen sollte, ihre Ordnungshoheit auf dem Balkan zu implementieren. Als großer Mangel der europäischen Ordnungspolitik wurde erkannt, daß man beim Unterwerfen Jugoslawiens auf US-amerikanische Unterstützung angewiesen war.
Unamerikanische Umtriebe in Amerika Januar 2001
Zu was man’s bringen kann, wenn man anständig, gottesfürchtig und fleißig ist, haben die US-Amerikaner bewiesen. Kein Wunder, dass sie sich dann auch als ideelle Gesamtamerikaner fühlen, als Vorbild sozusagen, dem das übrige Amerika (also das noch nicht ganz amerikanische Amerika) nachzueifern habe.
Allerdings gibt’s da ein paar Schönheitsfehler: unamerikanische Umtriebe also, die sich im Vorgarten nicht zeigen lassen und im Hinterhof für allerhand Unruhe sorgen. Nicht, dass da jemand etwas gegen Erfolg, Gott oder Fleiß hätte. Weit gefehlt. Aber mitunter geht’s etwas vorlaut zu: Schmuddelkinder eben.
EU-Armee mit deutscher Prägung Januar 2001
Europa schafft sich einen aussenpolitischen Arm.
Die institutionelle Reform der EU Januar 2001
Was es für einen Staatenbund bedeutet 'erweiterungsfähig' zu sein.
Anmerkungen ... Dezember 2000
... zu der Modifikation des Staatsprogramms gegen die Leute, die anderen Staaten unterworfen sind.
Die Demokratie triumphiert Dezember 2000
Die samtene Revolution in Jugoslawien.
Die Neuordnung Südosteuropas Dezember 2000
Jugoslawien in der neuen Weltordnung. Die Feindschaft des Westens und besonders Deutschlands verdankt Jugoslawien seinem Versuch, selbst Ordnungsmacht auf dem Balkan zu sein. Groß war diese Macht real nie: Also nur ein schwacher Grund für einen Krieg? Keineswegs. Zum einen ist das Interesse von imperialistischen Staaten, überall auf der Welt die Ordnung nach ihrem Gutdünken gestalten zu können, ein recht essentielles und die Mittel fallen entsprechend maßlos aus. Zum anderen wurde mit Jugoslawien mehr als nur eine alternative Ordnungsmacht angegriffen, sondern gleichzeitig ein alternatives Ordnungsprinzip, das dem Prinzip widerspricht, mit dem Deutschland für in ganz Ost- und Südosteuropa für Ordnung sorgt. Jugoslawiens Ordnungsanspruch beruhte institutionell und ideologisch auf der Nation, der Anspruch des jetzt herrschenden Imperialismus auf dem Selbstbestimmungsrecht der Völker.
Israel Dezember 2000
Mit unterschiedlicher Heftigkeit gehen die Kämpf weiter, israelische Siedlungen werden beschlossen, palästinensische Kleinstädte wie Beit Dschalla werden beschossen, israelische Soldaten schießen mal scharf, mal mit Gummigeschossen und palästinensische Kinder werden von ihren Volksgenossen in die erste Reihe gestellt. Ein besonders guter Moslem verübt einen Selbstmordanschlag, der ihm großes Lob von Scheich Hassan Nasrallah einbringt: »Die wichtigsten Aktionen in der Auseinandersetzung sind Selbstmordattentate wegen ihrem negativen materiellen, psychologischen und moralischen Effekt auf den Gegner und ihrem positiven Effekt auf den heiligen Krieger.« (AP, 28.10.) Unterdessen nehmen die Koalitionsverhandlungen zwischen Barak und Scharon konkrete Formen an.
Zbigniew Brzeinski beim Think Tank Bertelsmann Dezember 2000
Europeans - Unite and Rearm Now!!!
Katz und Mauss in Kolumbien September 2000
Wie überall auf der Welt werden auch im Falle Kolumbiens die Folgen der ökonomischen Verfasstheit und der ökonomischen Lage zu »Problemen«, die es zu meistern gelte – natürlich in Einklang mit eben diesen ökonomischen und imperialistischen Gegebenheiten. Die Probleme der Kolumbianer sind aber nicht Koka, Guerilla, Kriminalität und Drogenkrieg, sondern eine Ökonomie, die fast, aber noch nicht ganz kapitalistisch ausgefallen ist, der Klassenkampf, der vor allem von der herrschenden Oligarchie geführt wird, die Gesellschaft die es zu einer bürgerlichen Existenzweise noch nicht ganz gebracht hat und die imperialistische Betreuung, die das Land abbekommt.
Imperialismus mit gutem Gewissen August 2000
Der moderne Intellektuelle ist nicht arrogant. Jedenfalls nicht als Deutscher. Obgleich guter Nationalist, mag er seine Rolle als kritischer Geist mit seinen Volksgenossen nicht teilen. Anders als bei »den Leuten«, die halt nichts verstehen und von den Medien manipuliert werden, sind die Ansichten, die der Intellektuelle so hat, nämlich seine eigne freie Meinung, zu der er nach schwer kritischer Prüfung des Meinungsangebots gekommen ist. Er verfällt deshalb nicht in plumpen Nationalismus und geht mitunter nicht einmal mit gesundem Nationalgefühl hausieren—was freilich nichts daran ändert, dass er Nationalist ist, wovon er bloß kein Aufsehen macht, weil ihm seine Art von Nationalismus eben eine ganz praktische Selbstverständlichkeit ist.
Afrique - mon amour Mai 2000
Muammar Gadhafi spielt wieder mit.
Schröders Traum: Cajo ins Dollarland April 2000
Es ist noch nicht allzu lange her, da fühlte sich so mancher Deutsche von den Amerikanern böse in seiner nationalen Größe herabgesetzt, als diese dem deutsch-europäischen Kandidaten für den IWF-Chefposten die Kompetenz zwar nicht in geschäftlichen, wohl aber in politischen Dingen absprachen, und so seine Wahl verhinderten.
Soldaten sind keine Mörder mehr Februar 2000
Heldentaten stellt man sich gemeinhin anders vor. Das Erschießen von zwei Betrunkenen in einem Lada, die gerade flüchten wollten, aus der sicheren Deckung eines Panzers heraus und mit 220, offenbar recht planlos abgefeuerten Schüssen, gehören nicht dazu.
Gastbeitrag: Bundeswehr im Kosovo Januar 2000
Die Rechtmäßigkeit des Bundeswehreinsatzes ist nicht allein ein verfassungsrechtliches Problem, sondern vorrangig auch ein völkerrechtliches.
Gastbeitrag: UN Peacekeeping & Anmerkungen der Redaktion Januar 2000
Verfassungsrechtliche Probleme der Beteiligung deutscher Truppen im Rahmen von Art.87a II GG.
Deutsche Massas auf Menschenrechtssafari - Blüm und Geissler im Sudan Januar 2000
Just zur Weihnachtszeit, als die CDU-Spendenaffäre weitere Niederungen erreichte, begaben sich Heiner Geißler und Norbert Blüm auf Wanderung durch die sudanesischen Nubaberge.
NATO: "Russen raus! - der Kaukasus wird wieder unser!" Januar 2000
Bei der Ausgestaltung eines Minirußland haben die Europäer und die USA unterschiedliche Vorgehensweißen und Tempi.
Gastbeitrag: Chris Harman: Staat und Kapitalismus heute Januar 2000
Rezension von Harmans Aufsatz. Ein seltsamer Vorwurf an den Kapitalismus: Er wird noch kapitalistischer.
Gastbeitrag: Der (US-)Imperialismus plaudert aus der Schule Januar 2000
Rezension von Zbigniew Brzezinski: Die einzige Weltmacht - Amerikas Strategie der Vorherrschaft (Fischer Taschenbuch 1999)
Krieg zwischen Äthiopien und Eritrea. Der Versuch einer Analyse. November 1999
Ziele der 'hidden agenda' sind der Sturz der eritreischen Regierung und Installation eines Marionettensystems sowie gewaltsamer Zugang zum Hafen Assab, wenn nicht gar Abtrennung dessen vom eritreischen Staatsgebiet, was die wirtschaftliche Überlebensfähigkeit Eritreas immens mindern würde. Ein Blick auf die Karte zeigt, daß die Ortschaft Adi Murug, die im Bada-Incident besetzt wurde, sich gut als Ausgangspunkt für eine Durchtrennung Eritreas in Richtung des Golfes von Tio eignet, daß die Fronten bei Zala Anbessa und Burie, direkte Durchgangswege zu den Städten Asmara und Assab bieten, was ein Zufall nicht sein kann.
Freiheit von Ideologie, die neue Mitte und das CAP November 1999
Dasselbe Dokument, das so schön die Wissenschaft der Spirale des Wohlstandes anwendet, bezieht sich an anderer Stelle übrigens positiv auf die Schlußakte von Helsinki, wo man sich noch gegenseitig freie Wahl des wirtschaftlichen Systems zusicherte. So ist das eben mit Spiralen, man ändert ständig die Richtung. Allerdings nicht mehr nach links oder rechts - also irgendwie ideologisch - sondern hin zur Mitte, stets zur neuesten.
Kampf um Eurasien. Bloody Part II. November 1999
Palmwedeln in der Mitte & Kampf an den Flanken: Schröders Afrikacorps in Ägypten & Rußlands Krieg in Tschetschenien.
Bodo auf dem Balkan Juli 1999
Ein Deutscher ordnet Südosteuropa.
Die Problematik des gerechten Krieges und das Dilemma der Dekolonisation Juni 1999
Aus der Geschichte der Dekolonisation läßt sich lernen, daß Krieg nicht steuerbar ist, daß Krieg Kriegsgewinnler jeglicher Couleur produziert, daß hehre Gedanken der Humanität und wirtschaftlicher Egoismus im Krieg manchmal schlecht zu trennen sind. Versuchen wir also, mit diesen Erkenntnissen fertig zu werden.
Was tat Großopi im Kaukasus? Juni 1999
Was tat Großopi und Opi denn im Ersten und Zweiten Weltkrieg am Kaukasus, außer das positive Angebot deutschen Blitzkriegstourismus zu nutzen, wie da waren: romantisch-verklärte Sonnenaufgänge, Adventureexkursionen mit Kübelwagen und die Nataschas aus der Taiga. Dem Stoff also aus dem Landser- und Konsalikromane den Alptraum in märchenhafte Nostalgieträume transformieren.
Krieg Juni 1999
Dies soll ein Versuch sein das kriegerische Bewußtsein zu beschreiben.
Der Kampf um Eurasien Juni 1999
Während noch über die Konditionen des Besatzungsstatus für den Kosovo zwischen NATO und Serbien gefeilscht wird, auch noch die Möglichkeit einer weiteren Eskalation nicht völlig ausgeschlossenen werden kann, so sollte man sich von der momentanen Friedenseuphorie nicht mitreißen lassen.

Kosovo/Jugoslawien

Ein sauberer Nato-Volkskrieg für den deutschen Steuerzahler Januar 2002
Wie SPD-Parteisoldat Oberst a.D. Buch den Kosovokrieg geführt hätte.
Die Demokratie triumphiert Dezember 2000
Die samtene Revolution in Jugoslawien.
Die Neuordnung Südosteuropas Dezember 2000
Jugoslawien in der neuen Weltordnung. Die Feindschaft des Westens und besonders Deutschlands verdankt Jugoslawien seinem Versuch, selbst Ordnungsmacht auf dem Balkan zu sein. Groß war diese Macht real nie: Also nur ein schwacher Grund für einen Krieg? Keineswegs. Zum einen ist das Interesse von imperialistischen Staaten, überall auf der Welt die Ordnung nach ihrem Gutdünken gestalten zu können, ein recht essentielles und die Mittel fallen entsprechend maßlos aus. Zum anderen wurde mit Jugoslawien mehr als nur eine alternative Ordnungsmacht angegriffen, sondern gleichzeitig ein alternatives Ordnungsprinzip, das dem Prinzip widerspricht, mit dem Deutschland für in ganz Ost- und Südosteuropa für Ordnung sorgt. Jugoslawiens Ordnungsanspruch beruhte institutionell und ideologisch auf der Nation, der Anspruch des jetzt herrschenden Imperialismus auf dem Selbstbestimmungsrecht der Völker.
Gastbeitrag: Jenseits von Soll und Haben von Peter Decker Februar 2000
Von wegen: ökonomischer Hintergrund des Balkankrieges.
Kosovo: Ein Krieg um's Menschenrecht Juni 1999
An der Tatsache, daß der NATO-Einsatz mit einem Hinweis auf die Menschenrechte gerechtfertigt wird, verzweifelt die kritische deutsche Öffentlichkeit, als sie merkt, daß es den Menschen im Kosovo deswegen besser nicht geht. Der Linken fällt nichts besseres ein, als sich entweder mit serbischen Nationalisten zu solidarisieren (und glaubt damit schon Widerstand geleistet zu haben) oder über den Bruch des Völkerrechts zu lamentieren. Einen Hinweis, daß sie etwas begriffen haben könnten, liefert keines von beiden.
Friedensbewegung bekriegt Amerika und Slawen!!! Juni 1999
Auffällig ist, daß die 68er vor allem die USA kritisierten. Die USA waren Hautgegner, da sie ja auch am offensichtlichsten den Krieg in Vietnam und die Völker der 3. Welt führten.Dennoch wäre es Aufgabe einer Linken gewesen, den eigenen Imperialismus zu kritisieren und dessen Unterstützung bei den Kolonialkriegen. Sei es die Logistik, sei es die Interessen des eigenen Imperialismus aufzuzeigen, z.B. warum wollte Strauß keine deutsche Truppen nach Vietnam schicken? Das erschien ja im ersten Moment als friedensbewegt, fragte man sich nicht: Warum ist er dagegen?
Gastbeitrag: Warum KOmmt SO was VOr? Juni 1999
Unter diesem Titel war ein Stück Ende Mai im Theaterzelt "Das Schloß" aufgeführt worden. Wie macht man so ein modernes Theater?
Gastbeitrag: Who is Who im Kosovo? Juni 1999
Korrespondenz: Besetzung ist kein Frieden & Antwort der Redaktion Juni 1999
Wer unterdrückt wird, muß sich eventuell mit der Waffe in der Hand wehren. Wer allerdings seine Würde verletzt sieht, weil er sein Gewehr abgeben muß, braucht kein Mitleid, sondern psychotherapeutische Beratung.
Gastbeitrag: NATO bombt Menschenrecht ins Kosovo Juni 1999
De facto führt die NATO in Jugoslawien Krieg, weil der jugoslawische Staat sich weigert, sich - wie im Vertrag von Rambouillet gefordert - seine Souveränität gänzlich nehmen zu lassen. Während die Bundesrepublik Jugoslawien nicht will, daß das Kosovo unabhängig oder autonom wird, kämpft die UCK für genau dieses Ziel - und dieser Konflikt besteht wie gesagt nicht erst seit gestern.
Gastbeitrag: Die Logik des Krieges durchbrechen! Juni 1999
Krieg ist Frieden oder das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit.
Neue Weltordnung: Jugoslawien/Naher Osten Mai 1999
Am Beispiel Jugoslawien/Naher Osten soll diese Konkurrenz zwischen EG/v.a.~BRD und USA und zwischen den EG-Staaten verdeuticht werden.

Kapital & Wissenschaft

Der Student und die gesellschaftliche Verantwortung der Universitäten (1) Mai 2002
Das Elend des studentischen Bewusstseins ist seine Unfähigkeit, mit seiner gesellschaftlichen Verantwortung, also mit seinen Studien zu brechen. Wie jedem Staatssubjekt ist ihm die Frage fremd, was das eigentlich für eine Sache ist, mit der er sich abzugeben und für die er sein Leben hinzugeben hat. Weil es nun mal sei, müssen man auch sehen, wie man das beste daraus mache – und über diese Frage kann man ein ganzes Leben persönlicher Kalkulationen und moralischer Reflexionen zubringen. Weit bornierter als der Prolet, glaubt der Student aber, die ganze Welt drehe sich um ihn. Die Frage, wozu die Universitäten überhaupt da sind, beantwortet sich ihm damit von selbst. Weil sie sich ihm falsch beantwortet, kann er auch auf die Idee kommen, die erfülle ihre Aufgabe gar nicht oder zumindest schlecht.
Alltag der Irrationalität April 2001
Über Esoterik und Irrationalismus in der bürgerlichen Gesellschaft.
Gastbeitrag: Zeugnisse - wozu gibt es sie? April 2000
Wenn es sich nicht gerade um Halbjahreszeugnisse handelt, ist nicht nur Strafen angesagt in der familiären Idylle, sondern es steht eine ganze Lebensplanung auf dem Spiel: ob - und mit welchem Durchschnitt - man versetzt wird, oder nicht, entscheidet über den Fortgang der schulischen, beruflichen oder studentischen Karriere. So kann jeder Schüler eine Reihe von Mitschülern aufzählen, die »abgegangen« oder »hängengeblieben« sind, und nun auf einer anderen Schule ihren Abschluss machen müssen - und von den Optionen, die z.B. ein Abiturient hat, erst einmal ausgeschlossen sind.
Der Traum von der sozialistischen Wissenschaft & Entgegnung Februar 2000
Blabla.
Der Traum von der gerechten Universität Januar 2000
Mit ganz viel Moral und gutem Willen irgendwie in irgendwelchen gerade mal aktuellen politischen Problemen Stellung zu beziehen und zwar im Bündnis mit irgendwie fortschrittlichen Gruppen und – wirklichen, erträumten oder erdichteten – Bewegungen: so wird hier seit Jahren Politik gemacht.
Studentische Praxis, 68 und heute Februar 1999
Warum berufen sich die StudentInnen von 1997 auf etwas, das vor 30 Jahren passiert ist? Warum werden sie ständig verglichen?

Kritik bürgerlicher Wissenschaft

Tsenay Serequeberhans Hermeneutik April 2001
An diesem Text wurde bereits im Vorfeld heftige Kritik geäußert, die sich auf Darstellung und Tsenay-Vorlage bezieht und die vorgestellten Gedanken als irgendwo zwischen möglicherweise mißverständlich und deutlich reaktionär ansiedelt.
Nietzsche Dezember 2000
Nicht dass Nietzsche einen Begriff davon gehabt hätte, aber mit einer kapitalistischen Ökonomie und spezieller mit der Herstellung weltmarkttauglicher Bedingungen für dieselbe, der bismarckschen Reichsgründung, hatte er es schon zu tun. Seine Kritik daran ist das folgerichtige Ergebnis einer falschen Analyse, deren Fehler ist, dass sie die Resultate der gesellschaftlichen Reproduktion falsch, als ganz unterschiedslose Macht abstrahiert, also von allem historisch besonderen, den Mitteln und Zwecken dieser Macht absieht, und das dann zweitens für den Zweck dieser Reproduktion nimmt. Erst in dem zweiten Moment dieses Fehlers steckt der ideologische Charakter von Nietzsches Behauptungen, oder wenn man so will, ihre Moral, die interessierte Vorstellung, worin Produktions- und Eigentumsverhältnisse aus geschichtlichen, in dem Lauf der Produktion vorübergehenden Verhältnissen in ewige Natur- und Vernunftgesetze verwandelt werden.
Wieder einmal eine Apologie des Weltmarks September 2000
Der Soziologe Natan Sznaider über Holocausterinnerung und Globalisierung. Wenn Sznaider annimmt, »dass das Ziel der modernen Gesellschaft nicht der Krieg ist, sondern Frieden und die Schaffung materiellen Wohlstands«, dann täuscht er sich. Im Kapitalismus ist die gesellschaftliche Entwicklung die Akkumulation des Kapitals, der bürgerliche Staat sorgt sich da um den Fortgang der Reproduktion des jeweils eigenen Reichtums (Helmut Kohl: »Heimat ist Eigentum und Erbe«) – in Konkurrenz zu anderen Staaten und als Gewaltapparat. Die andere Vorstellung, gerade der Holocaust hätte gezeigt dass die Moderne nicht halten kann was sie verspricht ist schon eher richtig, wenn es auch falsch ist den Holocaust so allgemein mit der Moderne in einen Topf zu werfen.
Zum Knappheitsdogma der Volkswirtschaftslehre und dem Volkskörper August 2000
Die Volkswirte nehmen das bürgerliche Individuum ernst. Erstens als Arbeiter, der ausreichend mit Knappheit versorgt sein muß (damit ihm einleuchtet warum sie zu bekämpfen ist, muß er sie als seine natürliche Veranlagung begreifen, wozu er am sichersten gelangt indem er sie täglich erfährt), zweitens als Volk (wenn der Arbeiter sich nicht auch als Deutscher denkt, leuchtet ihm nämlich nicht ein, daß seine Knappheit irgendwie durch Lohnarbeit beseitigt wird), das die Knappheit bekämpft.
Eine logische Lösung des Leib-Seele-Problems: Ulrich Blaus mythischer Monismus Juni 2000
Der eigentliche Fehler besteht in der Annahme dieser Inhaltslosigkeit des Bewußtseins, deren Konsequenz die ist, daß es eben nur ein Bewußtsein gibt oder - altmodisch formuliert - der Glaube an die unsterbliche Seele.
Gastbeitrag: Freiheit der Wissenschaft Mai 2000
Reihe Wissenschaftskritik des Hochschulpolitischen Plenums
Der Rassebegriff in akademischen Kontexten April 2000
Das zwanghafte Aufrechterhalten scheinbarer biologischer Trennlinien rechtfertigt stets die Annahme sozialer Trennlinien, wer diese Unterscheidung um der Unterscheidung willen beibehalten will, verhält sich reaktionär (was im übrigen ganz ähnlich für den bei Neorassisten so beliebten Begriff des ‘Kulturkreises’ gilt).
Die moderne Wissenschaft von der Frau Februar 2000
Der Frau (als Typus, weshalb in diesem Vokabular auch nicht von Frauen im Plural gesprochen werden muß) wird ein eigenes Bewußtsein abgesprochen, sie kann auch in der Wissenschaft nicht Subjekt sein. Sie ist passive Stütze der Gesellschaft, der Mann deren Fortentwickler.
Wie der Weltgeist Afrika küsste Februar 2000
Eine kommentierte Hegel-Lektüre.
Gastbeitrag: Man liest wieder Foucault Januar 2000
Die Verrätselung der Welt: Hinter allem steckt was. Und zwar dasselbe.
Der Utilitarismus und seine Kritiker Januar 2000
Worauf zielt eigentlich ein Begriff wie gerecht ab? Doch allenfalls darauf, einen Sachverhalt als gut oder wünschenswert auszuzeichnen. Doch für wen? Gerechtigkeit meint doch immer, was eigentlich sein sollte. Da macht sich also einer Ideale über die Wirklichkeit und fängt dann an zu jammern, daß die Wirklichkeit diesen Idealen nicht entspricht. Daß der einzige Daseinszweck des Arbeiters im Kapitalismus die Schaffung von Mehrwert für den Kapitalisten ist, folgt eben aus den Gesetzen dieser Produktionsweise: der Arbeiter tritt mit dem was er hat in die Konkurrenz ein; weil er auf die Lohnarbeit angewiesen ist, nimmt er am Arbeitsmarkt teil. Weil und wenn er dem Kapitalisten nützlich genug erscheint, bekommt er schließlich das, worauf er zur Reproduktion angewiesen ist.
Rasse als soziale Realität Mai 1999
Kwame Anthony Appiah entlarvt in seinem Werk "In My Father's House" (1992) den Rassebegriff als soziales Konstrukt, unwissenschaftlich und willkürlich; äußerliche Unterschiede lassen nicht auf soziales Verhalten und Charakter schließen.
Obwohl Konrad überzeugt war, ein Fisch zu sein, konnte er es nicht unterlassen, ab und zu aufzutauchen und tief durchzuatmen. Februar 1999
Was mehr kann ein Philosoph tun, seinen Standpunkt zu bekräftigen, außer zu versichern, er hätte richtig gedacht?

Münchener Philosophie

Vossencools Elite Mai 1999
Eine Binsenweisheit: Philosophie ist eine brotlose Kunst. Aber auch: Neun von zehn Philosophiestudentinnen studieren nur zum Schein. Der Reformstudiengang möchte den abhelfen: Auch in Philosophie soll gelernt werden, was im späteren Arbeitsleben "von unmittelbarer Relevanz" ist. (Daß dies argumentative und analytische Fähigkeiten sein sollen, ist schon ein Hinweis, daß sich den neuen Studiengang die Philosophen selbst ausgedacht haben.) "Brotlos" soll das Studium dann nicht mehr sein. Freilich, wem das Zeug denn nützen soll, das sich die PhilosophInnen so ausdenken, ist nicht Gegenstand der Überlegung. Hauptsache man kann damit Geld verdienen. Ebensowenig geht´s um die Frage, zu welchem Schein und warum denn neun von zehn Studis eingeschrieben sind.
Bemerkungen zur Moral eines Aufsatzwettbewerbs Februar 1999
Ging es letztes Jahr noch darum, das Vokabular der analytischen Erkenntnistheorie zu reproduzieren und zur Antwort auf die Frage zusammenzustellen, ob man etwas über einen Sachverhalt wissen könne, ohne sich sicher zu sein, daß er besteht, so sollen sich die JungphilosophInnen heuer mit wahrhaft praktischen Fragen beschäftigen.

Hochschulpolitik

Der Student und die gesellschaftliche Verantwortung der Universitäten (1) Mai 2002
Das Elend des studentischen Bewusstseins ist seine Unfähigkeit, mit seiner gesellschaftlichen Verantwortung, also mit seinen Studien zu brechen. Wie jedem Staatssubjekt ist ihm die Frage fremd, was das eigentlich für eine Sache ist, mit der er sich abzugeben und für die er sein Leben hinzugeben hat. Weil es nun mal sei, müssen man auch sehen, wie man das beste daraus mache – und über diese Frage kann man ein ganzes Leben persönlicher Kalkulationen und moralischer Reflexionen zubringen. Weit bornierter als der Prolet, glaubt der Student aber, die ganze Welt drehe sich um ihn. Die Frage, wozu die Universitäten überhaupt da sind, beantwortet sich ihm damit von selbst. Weil sie sich ihm falsch beantwortet, kann er auch auf die Idee kommen, die erfülle ihre Aufgabe gar nicht oder zumindest schlecht.
Gastbeitrag: Ich kann gar nicht soviel fressen wie ich kotzen möchte! April 2001
Über Kernbereiche reaktionärer Vorschläge um neoliberalen Umbau der Universitäten.
Gastbeitrag: Kritik an »Zweck - ein metaphysisches Prinzip« Mai 2000
Es mag ja sein, dass man das Urteil, das Kapital sei der Grund für alle anderen Bereiche dieser Gesellschaft, nicht teilen mag. Darauf statt mit einer sachlichen Kritik mit wissenschaftlichen Anstandsregeln - konkret statt abstrakt; Bedingungen statt eines hypostasierten Wesens usw. - zu kontern, führt einerseits weg davon, über die Welt nachzudenken; statt über Kapitalismus und Demokratie denkt man jetzt darüber nach, wie man über diese nachdenken darf und soll..
Der Zweck als List der Vernunft April 2000
Die Abstraktion ist ein Wundermittel bürgerlicher Wissenschaft von dem abzusehen, was sie ursprünglich erklären wollte. Sie ist eine nicht nur leere, sondern falsche Abstraktion, indem sie vorgibt, Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen, dabei aber nicht das Wesentliche der untersuchten Sache meint, sondern das Wesentliche des Prinzips, unter das die Sache gefasst wird: bei einem solchen »Wesentlichen« ist natürlich von allem, was die Sache selbst ausmacht, nichts mehr vorhanden — und die Philosophie kommt notfalls ganz ohne die Realität aus.
Korrespondenz: Der Zweck - ein metaphysisches Prinzip Februar 2000
Widerlegt hier.
Der Traum von der gerechten Universität Januar 2000
Mit ganz viel Moral und gutem Willen irgendwie in irgendwelchen gerade mal aktuellen politischen Problemen Stellung zu beziehen und zwar im Bündnis mit irgendwie fortschrittlichen Gruppen und – wirklichen, erträumten oder erdichteten – Bewegungen: so wird hier seit Jahren Politik gemacht.
Studentische Praxis, 68 und heute Februar 1999
Warum berufen sich die StudentInnen von 1997 auf etwas, das vor 30 Jahren passiert ist? Warum werden sie ständig verglichen?

Ideologiekritik

Volk, Nation & die Welt Mai 2002
Fragmente zum Zusammenhang von Antiimperialismus, Antizionismus und Antisemitismus.
Antisemitismus ist nicht Manipulationsinstrument imperialistischer Elemente des Finanzkapitals. Antisemitismus ist weder der Hass aufs Abstrakte, noch die Kritik der Zirkulation, auch wenn beides sich unter den Elementen des Antisemitismus findet. Der Antisemitismus ist die nationalistische Kritik am Kapitalismus, die Kritik vom Standpunkt des Volkes, die das kritisierte immer schon voraussetzt. Wenn die antisemitische Kritik die Identifikation der Schuldigen mit den Juden nicht ausspricht, nennt man das strukturellen Antisemitismus. Wenn sie der deutsche Staat dem Problem annimmt, wird daraus die Judenvernichtung.
[Der Text wird noch überarbeitet.]
Der neue Weg zu Gott Mai 2002
Religion in der bürgerlichen Gesellschaft. Alle drei beschriebenen Wege zu Gott sind in ihrem Selbstverständnis anti-kommunistisch, sie sind letztlich nicht auf die Bedürfnisbefriedigung aller Individuen aus, sondern setzen dem ein kaum erstrebenswertes Zwangskollektiv entgegen oder schließen 3/4 der Menschheit aus. Alle drei beziehen sich auf Weltzusammenhänge (denken also global), doch sind sie weder an menschlicher Emanzipation noch am Ende kapitalistischer Elendsproduktion interessiert.
Das religiöse Bedürfnis Mai 2002
Friede den teutonischen Urwäldern! Krieg den deutschen Zuständen!.
Notiz zum 8.Mai Mai 2002
Der 8.Mai war der Tag der bedingungslosen Kapitulation, der totalen militärischen Niederlage. Weil die Deutschen aber dieselben blieben, war der 8.Mai zugleich der Zeugungszeitpunkt der BRD. Der Deutsche kennt nur ein Verbrechen und darauf steht die Höchststrafe: undeutsches Handeln. Solches konnte nach 1945 keines ausgemacht werde – weswegen die Niederlage auch keine Konsequenzen zeitigte außer den Deutschland von außen aufgezwungenen.
Der Student und die gesellschaftliche Verantwortung der Universitäten (1) Mai 2002
Das Elend des studentischen Bewusstseins ist seine Unfähigkeit, mit seiner gesellschaftlichen Verantwortung, also mit seinen Studien zu brechen. Wie jedem Staatssubjekt ist ihm die Frage fremd, was das eigentlich für eine Sache ist, mit der er sich abzugeben und für die er sein Leben hinzugeben hat. Weil es nun mal sei, müssen man auch sehen, wie man das beste daraus mache – und über diese Frage kann man ein ganzes Leben persönlicher Kalkulationen und moralischer Reflexionen zubringen. Weit bornierter als der Prolet, glaubt der Student aber, die ganze Welt drehe sich um ihn. Die Frage, wozu die Universitäten überhaupt da sind, beantwortet sich ihm damit von selbst. Weil sie sich ihm falsch beantwortet, kann er auch auf die Idee kommen, die erfülle ihre Aufgabe gar nicht oder zumindest schlecht.
Also ich freu mich für den Chef! Januar 2002
Über die Identifikation mit der Herrschaft.
Identifikation und Ideologie - ein zweiter Blick Januar 2002
Identifikation ist keine natürliche Eigenschaft, kein »Potenzial«, dass sich ständig Objekte suchen müsste, nichts angeborenes, mit dem wir allenfalls »erwachsen« umgehen könnten. Zunächst: Es kommt sehr darauf an, womit man sich identifiziert. Wenn Infineon einem ›Identifikationspotenzial‹ plötzlich nicht mehr genügen kann, frage man sich mal: Warum wohl?
Paedagogenausbildung und rechte Schüler Januar 2002
Der rechte Schüler streckt den Arm zum deutschen Gruß und erwartet den Beifall seiner Klassengenossen. Der linke Lehrer hat andere Vorstellungen vom Nachwuchs eines antifaschistischen und demokratischen deutschen Vaterlands. Das gibt böses Blut. Nicht nur beim jungen Nazi. Der rechte Schüler entspricht nicht dem Bild, das sich der Pädagoge vom bürgerlichen Individuum macht und das er, so hat er sich das während seines Studiums zusammengeträumt, zu einem verantwortungsbewussten und kritischen Staatsbürger erziehen könnte. Für ihn entspringt aus dem Problem des jungen Nazis daher eine besondere Erziehungsaufgabe.
Die Ehe - Mann und Frau in der bürgerlichen Gesellschaft Januar 2002
Im Modell der traditionellen bürgerlichen Gesellschaft gelten für das Zusammenleben von Frau und Mann Regeln. Diese Regeln bevorzugen den Mann als propagierten sozialen Akteur, nichtsdestotrotz unterliegt er denselben und ist keineswegs frei in Tun und Lassen.
Schluss mit lustig! Januar 2002
Nach den Terroranschlägen: Von der Spaßkultur zur neuen Ernsthaftigkeit.
Alltag der Irrationalität April 2001
Über Esoterik und Irrationalismus in der bürgerlichen Gesellschaft.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker April 2001
Gegen alle - aber wofür?
Bundeswehr und die Frauen April 2001
»Sind Forderungen, weil sie auch Ergebnis politisch inkorrekter Erwägungen sein können, automatisch falsch?«
Staatlich verordneter Antifaschismus Dezember 2000
Die neuste Maßnahme zur ideellen Standortsicherung.
Wieder einmal eine Apologie des Weltmarks September 2000
Der Soziologe Natan Sznaider über Holocausterinnerung und Globalisierung. Wenn Sznaider annimmt, »dass das Ziel der modernen Gesellschaft nicht der Krieg ist, sondern Frieden und die Schaffung materiellen Wohlstands«, dann täuscht er sich. Im Kapitalismus ist die gesellschaftliche Entwicklung die Akkumulation des Kapitals, der bürgerliche Staat sorgt sich da um den Fortgang der Reproduktion des jeweils eigenen Reichtums (Helmut Kohl: »Heimat ist Eigentum und Erbe«) – in Konkurrenz zu anderen Staaten und als Gewaltapparat. Die andere Vorstellung, gerade der Holocaust hätte gezeigt dass die Moderne nicht halten kann was sie verspricht ist schon eher richtig, wenn es auch falsch ist den Holocaust so allgemein mit der Moderne in einen Topf zu werfen.
Zum Knappheitsdogma der Volkswirtschaftslehre und dem Volkskörper August 2000
Die Volkswirte nehmen das bürgerliche Individuum ernst. Erstens als Arbeiter, der ausreichend mit Knappheit versorgt sein muß (damit ihm einleuchtet warum sie zu bekämpfen ist, muß er sie als seine natürliche Veranlagung begreifen, wozu er am sichersten gelangt indem er sie täglich erfährt), zweitens als Volk (wenn der Arbeiter sich nicht auch als Deutscher denkt, leuchtet ihm nämlich nicht ein, daß seine Knappheit irgendwie durch Lohnarbeit beseitigt wird), das die Knappheit bekämpft.
Kurz & Co August 2000
Sieben Thesen zu Robert Kurz.
Imperialismus mit gutem Gewissen August 2000
Der moderne Intellektuelle ist nicht arrogant. Jedenfalls nicht als Deutscher. Obgleich guter Nationalist, mag er seine Rolle als kritischer Geist mit seinen Volksgenossen nicht teilen. Anders als bei »den Leuten«, die halt nichts verstehen und von den Medien manipuliert werden, sind die Ansichten, die der Intellektuelle so hat, nämlich seine eigne freie Meinung, zu der er nach schwer kritischer Prüfung des Meinungsangebots gekommen ist. Er verfällt deshalb nicht in plumpen Nationalismus und geht mitunter nicht einmal mit gesundem Nationalgefühl hausieren—was freilich nichts daran ändert, dass er Nationalist ist, wovon er bloß kein Aufsehen macht, weil ihm seine Art von Nationalismus eben eine ganz praktische Selbstverständlichkeit ist.
Eine logische Lösung des Leib-Seele-Problems: Ulrich Blaus mythischer Monismus Juni 2000
Der eigentliche Fehler besteht in der Annahme dieser Inhaltslosigkeit des Bewußtseins, deren Konsequenz die ist, daß es eben nur ein Bewußtsein gibt oder - altmodisch formuliert - der Glaube an die unsterbliche Seele.
Zum »Manifest gegen die Arbeit« Extra Mai 2000
Kurzkritik.
Auffällig ist...bei Robert Kurz Extra Mai 2000
Während die PDS die Lohnarbeit als zu erhaltende Überlebensnotwendigkeit verteidigen zu verspricht, würgt sie doch umgekehrt alle Kritik der Lohnarbeit und am Kapitalismus mittels einem Tucholsky-Zitat gleich ab. Kritik sei nur was für fette saturierte Linke, die schon gegessen haben, eine ominöse Butter satt auf dem Brot hätten, d.h. für ale anderen verbietet sich Kritik über den Tellerrand hinaus:
Der Klassenbegriff bei Marx Extra Mai 2000
Die Kritik der Krisis-Gruppe am DGB, ändert offenbar nichts an dessen Interesse an der Propaganda von Robert Kurz. Die Frage ist, wie der DGB und Kurz zusammenfinden. Allerdings fällt die Beantwortung nicht sonderlich schwer, wenn man einerseits die Politik der »Sozialpartnerschaft« des DGB, und andererseits die von Krisis neugeortete gesellschaftliche Konfliktlinie zwischen »Arbeitsfetisch« und Entwicklungsstand der Produktionsmittel betrachtet. Beiden Herangehensweisen ist gemeinsam, dass sie keine Klassenunterschiede mehr kennen.
Der Erste Mai: Der Evolution wieder nähergekommen Mai 2000
Evolution in action: Endlich wächst alles zusammen: was zusammengehört, und was nicht zusammengehört ganz genauso.
Warum müssen Mami und Papi arbeiten gehen? April 2000
Wer könnte wohl kompetenter sein, diese Frage zu beantworten als ein Nobelpreisträger; genauer: Reinhard Selten, Nobelpreis 1994 für Wirtschaftswissenschaft?
Der Rassebegriff in akademischen Kontexten April 2000
Das zwanghafte Aufrechterhalten scheinbarer biologischer Trennlinien rechtfertigt stets die Annahme sozialer Trennlinien, wer diese Unterscheidung um der Unterscheidung willen beibehalten will, verhält sich reaktionär (was im übrigen ganz ähnlich für den bei Neorassisten so beliebten Begriff des ‘Kulturkreises’ gilt).
Dokumentation: Nationalismus in der Linken Februar 2000
Nationalismus als Strömung in der Arbeiterbewegung hat eine lange Tradition. Neben der ohnehin nationalistischen Sozialdemokratie, kam hier der Nationalismus parallel mit dem Programm des Sozialismus in einem Lande auf.
Soldaten sind keine Mörder mehr Februar 2000
Heldentaten stellt man sich gemeinhin anders vor. Das Erschießen von zwei Betrunkenen in einem Lada, die gerade flüchten wollten, aus der sicheren Deckung eines Panzers heraus und mit 220, offenbar recht planlos abgefeuerten Schüssen, gehören nicht dazu.
Die moderne Wissenschaft von der Frau Februar 2000
Der Frau (als Typus, weshalb in diesem Vokabular auch nicht von Frauen im Plural gesprochen werden muß) wird ein eigenes Bewußtsein abgesprochen, sie kann auch in der Wissenschaft nicht Subjekt sein. Sie ist passive Stütze der Gesellschaft, der Mann deren Fortentwickler.
Wie der Weltgeist Afrika küsste Februar 2000
Eine kommentierte Hegel-Lektüre.
Gastbeitrag: Auf der Suche nach dem Gesetz des Dschungels Januar 2000
Wir wissen auch nicht, was uns der Autor damit sagen wollte.
Recht und Gerechtigkeit Januar 2000
Die Forderung nach Gerechtigkeit ist mit anderen Worten die, als Gleichgedachtes gleich behandelt zu werden, sie affirmiert die Abstraktion, das Gleichdenken im Wertverhältnis; und indem das Recht tatsächlich gerecht wird, reproduziert es die wirkliche Ungleichheit der Individuen als Ungleichheit der Eigentümer.
Selbst-Gerechtigkeit Januar 2000
Die Welt ist Chaos. Zu leben heißt zu interpretieren.
Der Utilitarismus und seine Kritiker Januar 2000
Worauf zielt eigentlich ein Begriff wie gerecht ab? Doch allenfalls darauf, einen Sachverhalt als gut oder wünschenswert auszuzeichnen. Doch für wen? Gerechtigkeit meint doch immer, was eigentlich sein sollte. Da macht sich also einer Ideale über die Wirklichkeit und fängt dann an zu jammern, daß die Wirklichkeit diesen Idealen nicht entspricht. Daß der einzige Daseinszweck des Arbeiters im Kapitalismus die Schaffung von Mehrwert für den Kapitalisten ist, folgt eben aus den Gesetzen dieser Produktionsweise: der Arbeiter tritt mit dem was er hat in die Konkurrenz ein; weil er auf die Lohnarbeit angewiesen ist, nimmt er am Arbeitsmarkt teil. Weil und wenn er dem Kapitalisten nützlich genug erscheint, bekommt er schließlich das, worauf er zur Reproduktion angewiesen ist.
Volksbefreiung statt Klassenkampf - eine kommentierte Lektüre der Fanfare 1/2000 Januar 2000
Wenn man das Kapitalverhältnis nicht begriffen hat, macht man sich natürlich auch fortwährend Illusionen und falsche Vorstellungen über das ganze Zeugs, dass einem im Kapitalismus so gegenübertritt.
Freiheit: Worte der Brüder und Schwestern zum festen Glauben November 1999
Einige vorläufige Anmerkungen zur Freiheit des Menschen unter dem Liberalismus November 1999
Über Jürgen Kromphardt, Konzeptionen und Analysen des Kapitalismus. Vandenhoeck, 1987.
Freiheit von Ideologie, die neue Mitte und das CAP November 1999
Dasselbe Dokument, das so schön die Wissenschaft der Spirale des Wohlstandes anwendet, bezieht sich an anderer Stelle übrigens positiv auf die Schlußakte von Helsinki, wo man sich noch gegenseitig freie Wahl des wirtschaftlichen Systems zusicherte. So ist das eben mit Spiralen, man ändert ständig die Richtung. Allerdings nicht mehr nach links oder rechts - also irgendwie ideologisch - sondern hin zur Mitte, stets zur neuesten.
Jörg K. löscht seine Familie aus Juli 1999
Kapitalismus pur!
Moralkeulen Juli 2000
Nachdem Martin Walser sich vor den "Meinungssoldaten mit Moralpistole" und all jenen, die ihm sonst noch irgendwas mit vorgehaltener Moralkeule verkaufen wollten, in die literarische Sprache flüchtete, ist die Nation wieder geeint. Endlich erkennend, was sie im innersten zusammenhält, bekennt sie sich dazu und macht sich auf, in dichterischem Gewand aus Weimar und mit Stiefeln aus Buchenwald die Geschichte wieder aktiv zu gestalten. Jetzt dürfen auch wieder deutsche Soldaten auf dem Balkan einig Recht brechen - für Freiheit sorgen.
Elite Mai 1999
Eliten machen, anders als die oben gegebene Antwort suggeriert, wohl etwas anderes als die Gesellschaft deren Elite sie sind. Eliten haben Orgien mit Kokain und nicht mit Speed. Eliten fressen keine Pillen, sie pudern sich die Nase. Eliten sind keine Fernspäher, sie sind Generäle. Eliten kommen nicht in den Knast, sie bauen Gefängnisse. Eliten arbeiten nicht, sie kaufen Arbeit.
Rasse als soziale Realität Mai 1999
Kwame Anthony Appiah entlarvt in seinem Werk "In My Father's House" (1992) den Rassebegriff als soziales Konstrukt, unwissenschaftlich und willkürlich; äußerliche Unterschiede lassen nicht auf soziales Verhalten und Charakter schließen.

Kulturkampf

Filmkritik: Die innere Sicherheit April 2001
Der Film ist absolut fad und lasch, langweilt in scheinbarer Unendlichkeit mit platten Kurzdialogen, die dann und wann die Sprachlosigkeit durchbrechen.
Spike Lees 'Summer of Sam' Januar 2001
Dionna verläßt Vinnie, der sozial kastriert zurückbleibt.
The Nokia Night of The Proms Januar 2001
Das Publikum hier deckt die Bandbreite von der Sekretärin über das niedere Management bis hin zum Mittelstandsunternehmer ab, BWLer und Verwaltungsanhang sozusagen - Leute, die wissen, wie die Hauptstadt von Thailand heißt, aber nicht die von Kambodscha. Hier sind die vor Freude glucksende Sekretärin im roten Mini und der Schilderfabrikant, der die Gitarre von Status Quo ersteigert hat, fröhlich vereint - und doch außerhalb des Büros.
Illusionen über Kunst und Kultur Dezember 2000
Die Kunst, als solche, die sich jenseits des ganzen Elends der Geschichte und der Gesellschaft festmachen ließe, gibt es gar nicht. Kultur ist ohne ein paar Voraussetzungen nicht zu haben, insbesondere nicht, solange die Gesellschaft in Klassen zerfällt. Kultur braucht Produktivkräfte und Produktionsverhältnisse die Kultur erst möglich machen. Die materielle Arbeit muss ja getan werden, entsprechend der gerade herrschenden Bedürfnisse, erst dann kann man sich an die Luxusproduktion machen, zu der auch die Produktion der Kunstwerke gehört, die dann paradigmatisch für die Kultur der Gesellschaft gelten sollen.
X-Men - Rückschlag der Holocaustindustrie Dezember 2000
Manch ein Film begnügt sich mit einem einfachen moralischen Weltbild. Zwei Parteien kämpfen um die Vorherrschaft der Welt.
Räumt das Haus an der Evergreen Terrace September 2000
Die Simpsons sind tot, es lebe Futurama!
Die Entmenschwerdung der Befreiung September 2000
Von Mohrhühnern und antikapitalistischen Chickenruns.
Die Ästhetik des Wettbewerbs August 2000
»Alles Denken ist ihnen verhaßt. Sie pfeifen auf den Menschen! Sie wollen Maschinen sein, Schrauben, Räder, Kolben, Riemen - doch noch lieber als Maschinen wären sie Munition: Bomben, Schrapnells, Granaten. Wie gerne würden sie krepieren auf irgendeinem Feld! Der Name auf einem Kriegerdenkmal ist der Traum ihrer Pubertät.«
Futurismus Juni 2000
Zukunft, Futurismus und Techno-Optimierung.
Der hessische Landbote Mai 2000
Friede den Hütten! Krieg den Palästen!
Superheldencomics Mai 2000
Ein junger Chinese, dessen Vater der teuflische Dr. Manchu ist, eine Art Graf sadistischer Dracula auf asiatisch, aber seine Handkanten und Plattfüsse für die Kräfte des Guten schwingt.
Nachtrag zu Diskussion um die Situation der Künstler in der ehemaligen Funkkaserne Mai 2000
Die Kunstvereine müssen dazu allerdings auch auf ihren Rechten bestehen.
Der Erste Mai: Der Evolution wieder nähergekommen Mai 2000
Evolution in action: Endlich wächst alles zusammen: was zusammengehört, und was nicht zusammengehört ganz genauso.
Ästhetik statt Aussage: Die Unpolitischen der Domagkstraße machen Kunst, Entgegnung der größten Ateliergemeinschaft Europas, Anmerkungen der Redaktion April 2000
Wenns um den Standort geht, dann muß halt so mancher auf sine Einbauküche verzichten. Und das, liebe Künstler, leuchtet im Zeitalter der Globalisierung selbst dem selbsternannten Anarchiepolizisten ein, wenn das alles ist.
Comicfestival 1999 & 2000 - Kunst & Cash April 2000
Eltern brauchen keine Angst mehr zu haben: Das Bildungsbürgertum definiert Comic als Kunst.
Big Brother is watching for you Februar 2000
Zur so hoch gepriesene privatheit gehören in vielen deutschen heimen gewalt und kindesmissbrauch. auch bei den täglichen talkshows sehen wir diese mischung von halb authentischen halb gestellten gesprächsteilnehmer die über vaterbeziehungen oder homosexualität reden. Mit »Big Brother« werden die inzwischen ritualisierten tabu-brüche weitergeführt, wie wir sie längst kennen von der einführung der werbung zwischen den filmen bis zum Reality –TV, also der stoff eines neuen bürgerlichen diskurses, wo sich jeder gedanken machen darf wie krass doch diese welt ist, und das es jetzt entgültig zu weit gehe. Diese empörung drückt ein verlangen aus, endlich etwas wirkliches aufregendes passiere. natürlich werden die konservativen auf den schutz der familie pochen und das fersehen in dieser oder anderer art eine dreckschleuder nennen, und schliesslich einsehen müssen, dass sich noch ein ganzes stück privatheit an die öffentlichkeit verkaufen lässt.
Worte der Brüder und Schwestern zum festen Glauben November 1999
Wie Soldat Ryan durch Schindlers List nun NATO-out-of-area kämpft Juli 1999
Ein Ruck ging durchs Land. Diesen Musterprototypen deutscher Unschuldigkeit und geläuterter Dekadenz, der aus einer Nation von Tätern nun eine Nation von Rettern machte, hatte man schon lange gesucht. Keine Gnade für antifaschistische Kritik, denn: Das war zu gut an guter kollektiver Entlastung, wie man sie aus Amiland nicht zu oft bekam.
Homos im Musistadel - Wie ein Volkskörper seinen Virus kuriert Juli 1999
Der Herzbub wurde in farbigsten Bildern in der Regenbogenpresse als noch zu habende männlich-keusche Jungfrau ausgemalt und somit zum nahezu grenzenlosen Objekt weiblicher Begierde.
Mit Rambo nichts Neues aus dem Westen Juli 1999
Warum sich Anti- und Kriegsfilme in nichts unterscheiden.
Kultur und Parteilichkeit Juli 1999
Ob Kultur nun Humbug ist, Ideologie oder Ausdruck realer gesellschaftlicher Verhältnisse - sie spielt mitunter eine recht auffällige Rolle in der bürgerlichen Öffentlichkeit und im Bewußtsein der Menschen.
Gastbeitrag: Warum KOmmt SO was VOr? Juni 1999
Unter diesem Titel war ein Stück Ende Mai im Theaterzelt "Das Schloß" aufgeführt worden. Wie macht man so ein modernes Theater?
Echt IN: Political so incorrect Juni 1999
Mal abwarten, wann der Untertanenhumor deutscher Herrenmenschen auch noch sein Menschenrecht auf einen harmlosen Judenwitz reklamieren. Aber gerade dies ist unwahrscheinlich- schließlich haben wir ja aus der Geschichte gelernt. Dies überläßt man eher ernsthaften Ex-Linken wie Walser und Horst Mahlern, die neuerdings deutschnationalen Ernst verbreiten. Da wird schnell aus Spaß Ernst.und Ernst wird immer Jünger! Denn Donner und Leni riefen: Stahlgewitter auch!

Revue

Bücher

Wieder einmal eine Apologie des Weltmarks September 2000
Der Soziologe Natan Sznaider über Holocausterinnerung und Globalisierung. Wenn Sznaider annimmt, »dass das Ziel der modernen Gesellschaft nicht der Krieg ist, sondern Frieden und die Schaffung materiellen Wohlstands«, dann täuscht er sich. Im Kapitalismus ist die gesellschaftliche Entwicklung die Akkumulation des Kapitals, der bürgerliche Staat sorgt sich da um den Fortgang der Reproduktion des jeweils eigenen Reichtums (Helmut Kohl: »Heimat ist Eigentum und Erbe«) – in Konkurrenz zu anderen Staaten und als Gewaltapparat. Die andere Vorstellung, gerade der Holocaust hätte gezeigt dass die Moderne nicht halten kann was sie verspricht ist schon eher richtig, wenn es auch falsch ist den Holocaust so allgemein mit der Moderne in einen Topf zu werfen.
Gastbeitrag: Inkonsistenzen und Ambivalenzen in Marx' Kritik der Politischen Ökonomie September 2000
Rezension von Michael Heinrich: Die Wissenschaft vom Wert - Die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie zwischen wissenschaftlicher Revolution und klassischer Tradition (überarbeitete und erweiterte Neuauflage 1999, Verlag Westfälisches Dampfboot).
Zum »Manifest gegen die Arbeit« Extra Mai 2000
Kurzkritik.
Gastbeitrag: Das Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate April 2000
Zur Kritik von Joseph M. Gillman.
Volksbefreiung statt Klassenkampf - eine kommentierte Lektüre der Fanfare 1/2000 Januar 2000
Wenn man das Kapitalverhältnis nicht begriffen hat, macht man sich natürlich auch fortwährend Illusionen und falsche Vorstellungen über das ganze Zeugs, dass einem im Kapitalismus so gegenübertritt.
Gastbeitrag: Chris Harman: Staat und Kapitalismus heute Januar 2000
Rezension von Harmans Aufsatz. Ein seltsamer Vorwurf an den Kapitalismus: Er wird noch kapitalistischer.
Gastbeitrag: Der (US-)Imperialismus plaudert aus der Schule Januar 2000
Rezension von Zbigniew Brzezinski: Die einzige Weltmacht - Amerikas Strategie der Vorherrschaft (Fischer Taschenbuch 1999)
Einige vorläufige Anmerkungen zur Freiheit des Menschen unter dem Liberalismus November 1999
Über Jürgen Kromphardt, Konzeptionen und Analysen des Kapitalismus. Vandenhoeck, 1987.
Rasse als soziale Realität Mai 1999
Kwame Anthony Appiah entlarvt in seinem Werk "In My Father's House" (1992) den Rassebegriff als soziales Konstrukt, unwissenschaftlich und willkürlich; äußerliche Unterschiede lassen nicht auf soziales Verhalten und Charakter schließen.

Veranstaltungen

Freerk Huisken und die moralischen Antifaschisten Januar 2002
Der Antifaschist hat ein ganz bestimmtes Urteil über die Gesellschaft drauf, in der er agiert. In dieser Gesellschaft nimmt er nämlich den Faschismus als einen Fremdkörper wahr, den er gerne beseitigen möchte. Er begreift nicht den Zusammenhang zwischen Staat, völkischer Vergesellschaftung und faschistischer Konsequenz. Darum versteht er den Faschismus entweder als das ganz andere, das nur Wahnsinnige ergreift (bürgerlicher Antifaschist) oder als das dem »undemokratischen« Staat (der »faschisiert« sei, den er sich also ­ solange es demokratisch zugeht ­ viel gemütlicher ausmalt, als er gegenwärtig real ist) schon fast gleiche (autonomer Antifaschist).
Was will die Bundeswehr in Mazedonien? Januar 2002
Seit achtzig Jahren sieht eine Fraktion von Marxisten den Kapitalismus kurz vor seinem Selbstzusammenbruch in seinem letzten stinkenden Fäulnisstadium vermodern. Eggerdinger verkündet das als originelle Erkenntnis, die ausgerechnet die deutsche Politik als aufstrebende Weltmacht adäquat beschreiben soll.
Verpasst Ebermann den Anschluss? Januar 2002
Mit Erklärungen sah's also die erste halbe Stunde eher lau aus, weil sich die beiden Kabarettisten bemüßigt sahen was zur aktuellen Lage der Welt zu sagen, die sie nicht verstanden. Danach begab man sich wieder in die gewohnten Gewässer und konnte zusammen mit dem Publikum über den deutschen Irrsinn gut ablachen.
Ein sauberer Nato-Volkskrieg für den deutschen Steuerzahler Januar 2002
Wie SPD-Parteisoldat Oberst a.D. Buch den Kosovokrieg geführt hätte.
The Nokia Night of The Proms Januar 2001
Das Publikum hier deckt die Bandbreite von der Sekretärin über das niedere Management bis hin zum Mittelstandsunternehmer ab, BWLer und Verwaltungsanhang sozusagen - Leute, die wissen, wie die Hauptstadt von Thailand heißt, aber nicht die von Kambodscha. Hier sind die vor Freude glucksende Sekretärin im roten Mini und der Schilderfabrikant, der die Gitarre von Status Quo ersteigert hat, fröhlich vereint - und doch außerhalb des Büros.
Der Erste Mai: Der Evolution wieder nähergekommen Mai 2000
Evolution in action: Endlich wächst alles zusammen: was zusammengehört, und was nicht zusammengehört ganz genauso.

Film & Theater

Filmkritik: Die innere Sicherheit April 2001
Der Film ist absolut fad und lasch, langweilt in scheinbarer Unendlichkeit mit platten Kurzdialogen, die dann und wann die Sprachlosigkeit durchbrechen.
Spike Lees 'Summer of Sam' Januar 2001
>Dionna verläßt Vinnie, der sozial kastriert zurückbleibt.
X-Men - Rückschlag der Holocaustindustrie Dezember 2000
Manch ein Film begnügt sich mit einem einfachen moralischen Weltbild. Zwei Parteien kämpfen um die Vorherrschaft der Welt.
Räumt das Haus an der Evergreen Terrace September 2000
Die Simpsons sind tot, es lebe Futurama!
Gastbeitrag: Warum KOmmt SO was VOr? Juni 1999
Unter diesem Titel war ein Stück Ende Mai im Theaterzelt "Das Schloß" aufgeführt worden. Wie macht man so ein modernes Theater?

Dichtkunst

Bahnreise durch die Ostzone Mai 2002
Biertrinken Mai 2002
Regen Januar 2002
Daheim in der Fremde Dezember 2000
Zurück ins Glied von Chrysostomus September 2000
Warum ich zum Bahnhofsfriseur gehe von Chrysostomus Juni 2000
Abstraktes und Konkretes Mai 2000
Dr. Rock geht ins Wochenende von Chrysostomus April 2000
Gedichte von Jovan Jovanovic Mai 1999
Der Stein von Reinhardt König Februar 1999
Gedichte Andreas Hartje Februar 1999

Theorie & Praxis

Programm der Fachschaftszelle Philosophie Januar 2000
"Philosophie und Studium der wirklichen Welt verhalten sich zueinander wie Onanie und Geschlechtsliebe." (Karl Marx)
Wie die Streitblatt-Redaktion einmal für den AStA-Vorsitz kandidierte ... und nicht gewollt wurde. Januar 2000
Die scheinbare Selbstverständlichkeit studentische Interessen zu vertreten tragen wir nicht mit. Die Vertretung spezifisch studentischer Interessen kann dem grundsätzlichen Mangel, dem sie entspringen, nicht abhelfen.
Über kleinbürgerlichen Utopismus & Antwort Mai 1999
Daß man jede beliebige Meinung vertreten kann, solange man tolerant genug ist auch alle anderen jeden Mist verzapfen zu lassen, halten wir für eine Ideologie. Unserer Meinung nach hat jede Wissenschaft einen bestimmten Gegenstand, den sie erklärt, und wenn wir eine Erklärung, die uns zugeschickt wird, für falsch halten, werden wir's Maul schon aufmachen; was wir so von uns geben halten wir übrigens für richtig -- und weil wir auch bereit sind für unsere Thesen zu streiten, haben wir das Angebot gemacht, uns zu kritisieren.

Streitblatt - webmaster@streitblatt.de - 22.5.2002